Investoren setzen auf Etabliertes
US-Konzerne bauen Vormacht aus

Investoren haben sich im vergangenen Jahr besonders von Papieren aus den Schwellenländern - allen voran in China und Russland - getrennt. Die Konsequenz: Auf der Liste der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt sind Unternehmen aus den USA und Deutschland die Gewinner.

FRANKFURT. Der Anteil der US-Werte an den wertvollsten Unternehmen der Welt ist kräftig gestiegen. Deutschland rückte gar zu China auf Platz zwei vor. Das geht aus der jährlichen Untersuchung der Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervor.

"Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die aktuelle Krise, die in den USA ihren Ursprung hat, nun zu einem Bedeutungsgewinn der US-Wirtschaft an den internationalen Börsen führt", sagt Hendrik Hollweg, Vorstand bei Ernst & Young. Tatsächlich ist die Zahl der US-Unternehmen unter den 100 größten Börsenschwergewichten von 32 im Jahr 2007 auf nun 43 gestiegen. Dennoch: Dass die US-Werte so sehr profitieren, liegt daran, dass sie in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise weit weniger verloren haben als die anderer Länder. Insgesamt haben alle Konzerne aus den Top-100 im vergangenen Jahr 42 Prozent an Wert auf 9,3 Billionen Dollar eingebüßt.

Mittlerweile stellt mit Exxon ein US-Unternehmen auch wieder den Spitzenreiter. Der Öl-Riese bringt ein Börsengewicht von 406 Mrd. Dollar auf die Waage und damit weit mehr als der Zweitplatzierte Petrochina mit 260 Mrd. Dollar. Die Chinesen waren noch vor einem Jahr die unangefochtene Nummer ein, mussten dann aber im Jahresverlauf einen Kursrutsch von 65 Prozent hinnehmen.

Dass dieser schon bald wieder aufgeholt wird, glauben indes nur wenige Analysten. Zwar hat sich der Aktienkurs seit seinem Tiefststand wieder erholt, jedoch hängen Wohl und Wehe des Öl- und Gaskonzerns wie bei Exxon vor allem von der Preisentwicklung ab. Und hier scheinen die Investoren seit dem vergangenen Jahr eindeutig den bekannteren Namen Exxon gegenüber dem Emporkömmling Petrochina zu präferieren. Das belegt der Kursverlauf des vergangenen Jahres, in dem sich die Aktie bis auf einen kurzen Einbruch im Oktober weitgehend stabil gehalten hat. Trotz der mittlerweile höheren Bewertung raten laut dem Informationsdienst Bloomberg noch immer weit mehr Analysten zu Exxon als zu Petrochina.

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