IPOs 2012: Asien zieht Börsenkandidaten magisch an

IPOs 2012
Asien zieht Börsenkandidaten magisch an

In Shanghai und New York wird das Geschäft mit Börsengängen nach Einschätzung von Experten so turbulent bleiben wie 2011. Vor allem Asien wird weiterhin wie ein Magnet Börsenkandidaten anziehen.
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Berlin/LondonIn Deutschland und in Europa blasen Banker Trübsal: Börsengänge tun sich schwer in diesem Jahr. Die Kandidaten stapeln sich auf den Tischen der Investmentbanker, doch kaum einer traut sich den Sprung auf das Handelsparkett zu. „Unsere Kristallkugel ist immer ziemlich trüb, aber zurzeit ist sie regelrecht in schwarze Farbe getaucht“, beschreibt Oliver Holbourn, der Chef des Emissions-Geschäfts von Merrill Lynch in London, die Lage.

Seine Kollegen in China und den USA haben solche Sorgen nicht. In Shanghai und New York wird das Geschäft mit Börsengängen (IPO) nach Einschätzung von Experten so turbulent bleiben wie 2011.

Asien wird einer Studie zufolge weiterhin wie ein Magnet Börsenkandidaten anziehen. Der größte Hoffnungsträger für den IPO-Markt kommt aber aus den USA: Die Online-Kontaktplattform Facebook könnte bereits im Frühjahr in den Aktienhandel gehen - und den größten Börsengang eines IT-Unternehmens hinlegen. Die Rede ist von einem Volumen von zehn Milliarden Dollar, womit der Unternehmenswert auf 100 Milliarden Dollar taxiert würde. Facebook wäre auf einen Schlag mehr wert als Siemens, mit 90 Milliarden Dollar der mit Abstand teuerste deutsche Konzern.

Zerplatzt die nächste Internetblase?

Das populäre Netzwerk will mit seinen weltweit mehr als 800 Millionen Nutzern den jüngsten Run auf Aktien von Internet-Unternehmen nutzen. Wie mindestens weitere 15 Online-Firmen, die Berichten zufolge für 2012 eine Erstnotiz in den USA ins Auge gefasst haben. An das Rekord-Jahr 1999, in dem Anbieter aus dem weltweiten Netz 18,5 Milliarden Dollar einsammelten, werde das kommende Jahr dennoch nicht heranreichen, sagen Analysten.

Einige Experten warnen schon vor einer neuen Internet-Blase, die bald zerplatzen könnte. Unter den Börsenneulingen des vergangenen Jahres hat nur der kleinere Facebook-Konkurrent LinkedIn deutlich zugelegt. Die Aktien des Schnäppchenportals Groupon, des Online-Spieleanbieters Zynga und der russischen Suchmaschine Yandex notieren unter ihrem Ausgabepreis. Auch die Internet-Plattform Yelp will den Sprung an die US-Börse wagen.

Der Online-Ratgeber hat in den sieben Jahren seit seiner Gründung nur rote Zahlen produziert und wird von Experten dennoch auf bis zu zwei Milliarden Dollar geschätzt. Auf Yelp veröffentlichen Mitglieder Bewertungen zu Geschäften oder Restaurants, die sie besucht haben.

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