Jim O'Neill
„Wir brauchen irrwitziges Wachstum“

Sind die Rekorde an den Börsen gerechtfertigt? Nur wenn die Wirtschaft „in einem irrwitzig starken Tempo wächst“, meint Jim O’Neill von Goldman Sachs AM. Doch das ist im Moment nicht in Sicht.
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Das Wirtschaftswachstum der USA muss sich auf ein „irrwitziges“ Tempo beschleunigen, um ein Vordringen des Standard & Poor's 500 Index über die Marke von 1.600 Punkten zu rechtfertigen. Diese Auffassung vertritt Jim O'Neill, Chairman von Goldman Sachs Asset Management.

Am vergangenen Donnerstag war der breite US-Leitindex bis auf zwei Punkte an sein Allzeithoch herangekommen. Am Freitag schloss er bei 1560,70 Punkten - das entsprach einem Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortag. Für den bisherigen Verlauf des Jahres kommt der S&P-500 auf ein Plus von 9,4 Prozent. Der nur 30 Werte umfassende Dow-Jones-Index hatte vor wenigen Tagen bereits ein neues Allzeithoch erreicht.

Jim O'Neill - der einst den Begriff BRIC geprägt hatte, um das Aufstreben von Brasilien, Russland, Indien und China zu beschrieben - sieht den S&P-500 am Ende dieses Jahres bei einem Stand von 1575 Punkten.

Analysten prognostizieren, dass die US-Wirtschaft - die größte der Welt - in diesem Jahr um 1,9 Prozent und im kommenden Jahr um 2,7 Prozent wachsen wird.

„Um einen Stand von über 1600 Punkten beim S&P-500 zu rechtfertigen, müssen wir Wachstumserwartungen von vier Prozent und darüber sehen“, sagte O'Neill in einem Interview mit Bloomberg News in Singapur. „Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst“.

Der S&P-500, der sich seit seinem Tief im Jahr 2009 mehr als verdoppelt hat, wird sich laut O'Neill in einer Spanne von 1.500 und 1.600 Punkten bewegen - eine zeitlichen Eingrenzung nahm er dabei jedoch nicht vor. Der 55-Jährige wird in sich in diesem Jahr nach rund 18 Jahren bei der Investmentbank in New York von seinem Posten zurückziehen.

O'Neill hatte den Begriff BRIC erstmals in einer Studie aus dem Jahr 2001 geprägt. Er prognostizierte darin, dass Brasilien, Russland, Indien und China einen größeren Anteil am weltweiten Wirtschaftswachstum haben werden.

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  • Aktienkurse, Gold und Silberkurse werden innerhalb weniger Sekunden von Großbanken nach oben oder unten manipuliert werden. Wer anderes glaubt ist naiv. Bei schlechten Nachrichten werden die Aktienmärkte stabilisiert damit keiner verkauft und bei passender Gelegenheit wird mit einem kurzfristigem Aktiencrash von den Großbanken das Geld von den dummen Klein und Großanlegern eingesammelt. So einfach ist die Börse wenn man weiß wie sie funktioniert.

  • Häh? Wo lebt der denn? Der DAX ist heute nur halb soviel Wert wie im Jahre 2000, ohne dass es einen wirklichen Wirtschafteinbruch gab. Man schaue sich nur die Dividendenzahlungen dieser Unternehmen an!

  • Banken sind nichts anderes als Schulden-Vermehrer, die kein anderes Ziel haben, als das weltweite Zins- u. Schulden-Karussell aus Motiven der Habgier und zum Zwecke des Profits immer schneller zu drehen – bis die unfreiwilligen Mitfahrer, die Schuldner, heruntergeschleudert werden, um im Bild zu bleiben. Das ist dann der Bankrott und die „feindliche Übernahme“ (Privatisierung) ganzer Nationen durch die privaten Banken-Kartelle.


    Und nur aus diesem einem Grund stehen alle Nationen unter wirtschaftlichem Wachstumszwang:

    Ohne die künstliche Steigerung der Geldmenge ließe sich der (nur für die Banken) profitable Schuldendienst nicht aufrechterhalten, und ohne die dadurch erforderliche und erzwungene Steigerung der Güterproduktion und der Dienstleistungen hätte die künstliche Aufblähung des Geldvolumens schon jetzt zum totalen Wirtschafts-Zusammenbruch geführt. Aber der ist natürlich nur eine Frage der Zeit und steht nun unmittelbar bevor

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