Börse Inside
Kässbohrer hält Dividende stabil

Die Kleinaktionäre des Pistenraupen-Herstellers Kässbohrer Geländefahrzeug erhalten entgegen dem ursprünglichen Vorschlag nun doch eine stabile Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr.

HB STUTTGART. Die Hauptversammlung in Laupheim bei Ulm beschloss am Mittwoch eine Ausschüttung von 30 Cent je Aktie, genau so viel wie im Vorjahr, wie eine Sprecherin des Unternehmens sagte. Die Dividende gilt jedoch nicht für die beiden Großaktionäre, die Familie des Pharma-Unternehmers Merckle und die Kreissparkasse Biberach. Sie verzichten auf die Hälfte ihrer Ausschüttung. Der ursprüngliche Dividendenvorschlag hatte auf 15 Cent pro Aktie gelautet, nachdem das Konzernergebnis 2002/2003 auf 4,3 (6,4) Millionen Euro geschrumpft war. Der Vorstand habe vermittelnd eingegriffen, sagte die Sprecherin. Die höhere Dividende koste das Unternehmen 78.000 Euro.

Die beiden Kässbohrer-Großaktionäre liegen seit längerem im Streit. Sparkassen-Chef Otmar Weigele, dessen Haus 39,6 Prozent der Aktien hält, wurde nach Angaben des Unternehmens von den Aktionären als ehemaliger Aufsichtsrat nicht entlastet. Er war schon 2003 mit der Mehrheit der Familie Merckle aus dem Gremium gedrängt werden. Die Sparkasse war mit ihrer Klage dagegen in erster Instanz gescheitert. Die Neubesetzung des Aufsichtsrats sei nun von der Hauptversammlung bestätigt worden, erklärte die Kässbohrer-Sprecherin. Mit erneuten Klagen werde aber gerechnet.

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