Kein klassischer Börsengang
HVB gliedert Hypo Group im Oktober aus

Die zweitgrößte deutsche Geschäftsbank HVB will sich zum 6. Oktober von ihrem Immobilienfinanzierer Hypo Group trennen.

Reuters MÜNCHEN. Von diesem Tag an solle die Hypo Group mit einer eigenen Aktie an der Börse notiert werden, sagte ein HVB-Sprecher am Dienstag in München. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung „Financial Times Deutschland“.

Die nach dem Verlustjahr 2002 in der Sanierung stehende HVB will die gewerbliche Immobilienfinanzierung rückwirkend zum 1. Januar 2003 aus dem Konzern ausgliedern, um ihr Kreditrisiko zu verringern. Die Immobilienfinanzierung für Privatkunden bleibt bei der HVB.

Die Hypo-Aktien werden dabei nicht wie bei einem klassischen Börsengang an außen stehende Investoren verkauft, sondern den HVB-Aktionären zugeteilt. Sie erhalten für jeweils vier HVB-Aktien einen Anteilsschein der neuen Gesellschaft.

Nach diesem „Spin-Off“ steht es den Aktionären frei, ihre Hypo-Aktien zu behalten oder zu verkaufen. Wegen der Kreditrisiken und schwachen Margen der Hypo Group vor allem im Inlandsgeschäft rechnen Analysten damit, dass die neue Aktie bald nach ihrem Debüt unter Kursdruck geraten könnte.

Die HVB-Aktie war am Dienstagvormittag mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 15,37 Euro größter Gewinner im Deutschen Aktienindex (Dax). Der Dax legte um moderate 0,1 Prozent auf 3 575 Punkte zu.

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