Keine Rückstellung für Schadenersatzansprüche
Leo Kirch will Deutsche-Bank-Dividende blockieren

Der Medienunternehmer Leo Kirch will den Beschluss zur Zahlung einer Dividende bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 24. Mai kippen.

HB BONN. Die Aktionäre sollten gegen eine Ausschüttung stimmen und sich für eine Verschiebung der Entscheidung über die Verwendung des Bilanzgewinns aussprechen, hieß es in einem am Mittwoch versandten Gegenantrag von Kirchs Ehefrau Ruth, der Reuters vorlag.

Zur Begründung führten Kirchs Anwälte an, der Abschluss 2006 der Deutschen Bank sei nichtig. Denn das Institut habe für die Schadensersatzansprüche Kirchs von rund 1,4 Mrd. Euro keine Rückstellungen gebildet. Die Deutsche Bank wollte sich nicht dazu äußern. Ein entsprechender Antrag Kirchs sei nicht bekannt, sagte ein Sprecher. Die Deutsche Bank will für das abgelaufene Jahr vier Euro je Aktie an die Aktionäre ausschütten. Da Kirchs Ehefrau nur eine geringe Beteiligung hält, dürfte der Gegenantrag kaum Chancen haben.

Kirch wirft der Deutschen Bank und ihrem früheren Chef Rolf Breuer vor, seinen Medienkonzern absichtlich in die Pleite getrieben zu haben, um im Anschluss von der Zerlegung zu profitieren. Das Institut weist diese Vorwürfe zurück. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Kirch im Grundsatz zumindest Schadensanspruch für die Insolvenz einer seiner Konzerngesellschaften hat.

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