Konkurrenten greifen Konsortialführer an – Gerüchte um Verluste bei Milliarden-Platzierung
Banken brechen Streit um Verkauf von T-Aktien vom Zaun

Die mehr als 4 Milliarden Euro schwere Platzierung von Aktien der Deutschen Telekom durch die Staatsbank KfW hat zum offenen Streit zwischen den Konsortialbanken und ihren Konkurrenten geführt.

mm/rob FRANKFURT/M. Die Investmentbanken, die die Transaktion betreuten, seien auf großen Telekom-Paketen sitzen geblieben und hätten hohe Verluste erlitten, streuten gestern konkurrierende Geldhäuser. Aus dem Kreis der Konsortialführer Citigroup, Morgan Stanley und JP Morgan wurden dies dementiert.

Bei so genannten Blockverkäufen versuchen die Banken, binnen weniger Stunden große Aktienpakete an Großinvestoren zu verkaufen. Kritiker warnen, der Wettbewerb der Banken sei mittlerweile so brutal, dass immer mehr Schnellplatzierungen scheiterten. Folge: Verluste für die Geldhäuser und eine massive Belastung für den Börsenkurs der Unternehmen. Die T-Aktie entwickelte sich gestern etwas besser als der gesamte Markt. Sie fiel um 0,6 Prozent und kostete 14,96 Euro.

Am Montag hatte die KfW 198 Mill. T-Aktien und zusätzlich Optionen im Wert von einer Mrd. Euro an den Markt gebracht. Nach Informationen aus Bankenkreisen sollen die Wall-Street-Häuser der KfW einen Mindestpreis nahe der Marke von 15,05 Euro garantiert und damit neun Rivalen ausgestochen haben.

Bei Blockverkäufen übernehmen die Banken die Aktien in der Regel zum Garantiepreis in die eigenen Bücher und verkaufen sie dann weiter. Erzielen sie am Markt einen höheren Kurs, machen sie Gewinne, liegt der Preis tiefer, fallen Verluste an. Die Gebühren von üblicherweise rund 0,5 Prozent des Volumens spielen dagegen eine eher geringe Rolle. Den Preis für die T-Aktien legten die Konsortialführer am Montag Abend auf 15,05 Euro fest, er lag damit am untersten Ende der bis 15,20 Euro reichenden Preisspanne.

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