Konzerne geizen 2009 nicht mit Ausschüttungen
Dividenden sprudeln trotz Finanzkrise

Trotz düsterer Wirtschaftsperspektiven schütten die meisten Unternehmen auch 2009 üppige Dividenden aus. Das zeigen gemeinsame Berechnungen der Landesbank Baden-Württemberg und des Handelsblatts. Danach werden die 30 größten deutschen Konzerne im Frühjahr 24 Mrd. Euro an ihre Aktionäre weiterreichen - nur zehn Prozent weniger als 2008.

DÜSSELDORF. Grund für das Minus sind vor allem Ausfälle bei den Banken. Zwar schlagen die Firmenvorstände der Hauptversammlung erst im Winter oder Frühjahr vor, wie viel sie für das abgelaufene Geschäftsjahr ausschütten wollen. Auswertungen der Bilanzen, Managementaussagen und Nettoerlöse, an denen sich Dividenden orientieren, ermöglichen aber schon jetzt zuverlässige Prognosen.

Abseits der gebeutelten Banken, die mit Ausnahme des Branchenprimus Deutsche Bank im nächsten Jahr nichts ausschütten, müssen sich Anleger nur bei wenigen Unternehmen auf magere Zeiten einstellen. In der Automobilbranche beispielsweise dürften Daimler und BMW ihre gerade erst kräftig angehobenen Ausschüttungen um die Hälfte kappen. Der Mischkonzern Siemens dagegen kündigte an, die Dividende trotz "zunehmender konjunktureller Widrigkeiten" stabil zu halten. Der Düngemittelhersteller K+S will sogar 40 bis 50 Prozent des bereinigten Nachsteuerergebnisses weiterreichen. Daran gemessen, wird sich die Dividende verfünffachen.

Gemessen am Nettogewinn, können sich die meisten Firmen ihre Ausschüttungen leisten. Nur wenige reichen mehr als die Hälfte ihres Gewinns weiter, was Experten als kritisch bezeichnen. Die Telekom etwa dürfte wie schon in diesem Jahr mindestens ihren gesamten Nettogewinn weiterreichen. Und die Post will trotz eines Nettoverlusts an ihrer Dividende von 90 Cent pro Aktie festhalten.

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