Kooperationsgespräche in den USA
Terminbörse Eurex will auch Rohstoffe handeln

Terminbörse Eurex will groß in den Handel mit Rohstoffen einsteigen. Deshalb werden derzeit mit Rohstoff-Terminbörsen in den USA Kooperationsgespräche geführt, erfuhr das Handelsblatt (Montagausgabe) von Verhandlungsteilnehmern in den Vereinigten Staaten.

HB DÜSSELDORF. Die Terminbörse Eurex will groß in den Handel mit Rohstoffen einsteigen. Deshalb werden derzeit mit Rohstoff-Terminbörsen in den USA Kooperationsgespräche geführt. Das erfuhr das Handelsblatt von Verhandlungsteilnehmern in den Vereinigten Staaten. Die Gespräche sollen bereits so weit fortgeschritten sein, dass die Eurex-Produktpalette schon im kommenden Jahr um Termin- und Optionsgeschäfte auf Rohstoffe ergänzt werden soll. Bisher werden an der Eurex lediglich Finanztitel wie Aktien-, Index- und Zinsprodukte gehandelt.

Der Pressesprecher der Deutschen Börse, Walter Allwicher, dementierte auf Anfrage zwar die Kooperationsgespräche. Eurex-Chef Rudolf Ferscha hatte aber bereits im März in einem Gespräch mit dem Handelsblatt sein Interesse an einem Einstieg in den Rohstoff-Terminhandel bekundet.

Die Gründe für den Vorstoß der Eurex, einem Gemeinschaftsunternehmen der Swiss Stock Exchange und der Deutschen Börse AG, sind nachvollziehbar: Zum einen bestehen für die Wirtschaft in Deutschland und den angrenzenden Ländern erhebliche Rohstoffpreisrisiken. Terminbörsen bieten verschiedene Instrumente, mit denen diese Risiken verringert werden können. Zum anderen interessieren sich die Anleger seit geraumer Zeit vermehrt für Rohstoffe. Commodities – so der angelsächsische Fachbegriff – wurden als „vergessene Anlageklasse“ wiederentdeckt.

Die Renaissance geht über die bekannten Rohstoffe wie Edelmetalle und Öl hinaus. Fachleute in den USA erwarten beispielsweise bei Erdgas eine drastische Verteuerung. Rückenwind erhielten sie jüngst von US-Notenbankchef Alan Greenspan, der vor einer Verknappung dieses Rohstoffs warnte. Experten rechnen mit einer Vervielfachung des Erdgaspreises in den nächsten Jahren, auch bei landwirtschaftlichen Produkten werden Preissprünge erwartet.

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