Krise am US-Hypothekenmarkt
Gerüchte um Depfa drücken Hypo Real Estate

Die Subprime-Krise sorgt weiter für Nervosität. Am Freitag sind die Aktien von Hypo Real Estate unter Druck geraten. Gerüchte über ein mögliches Engagement des Übernahmeziels Depfa-Bank im angeschlagenen US-Hypothekenmarkt beunruhigten die Anleger.

HB FRANKFURT. Die Aktien des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate brachen zeitweise um über sieben Prozent ein, erholten sich dann aber ein wenig. Die Hypo Real teilte mit, keine negativen Auswirkungen von der Krise an den US-Kreditmärkten zu erwarten.

Nachdem auch die Depfa Bank dementierte, von der Krise am US-Subprime-Markt betroffen zu sein, hat sich der Kurs von Hypo Real Estate vom Jahrestief bei 40,76 Euro wieder etwas erholt. Aktuell handelt die Aktie mit 41,95 Euro, ein Abschlag von 4,5 Prozent. Die Depfa-Titel fielen zeitweise um 4,6 Prozent, erholten sich dann aber ebenfalls wieder.

„Man ist am Markt trotz des Dementis weiter nervös und abwartend. Die Ereignisse um die IKB haben nur zu deutlich gezeigt, was von den Statements der Banken zu halten ist“, kommentiert ein Händler. Es sei nach wie vor nicht auszuschließen, dass die Investmenthäuser von den aktuellen Entwicklungen in den USA schlicht „überholt und überrollt“ würden.

„Es gibt Gerüchte, dass bei Depfa Bank auch einiges nicht rund läuft“, begründete ein weiterer Händler die Kursbewegung. „Allein die Andeutung eines Problems reicht in diesem hochsensiblen Markt aus, um eine Aktie unter Druck zu bringen“, fügte ein anderer Börsianer hinzu. Die Hypo Real Estate will die Depfa für rund 5,5 Milliarden Euro übernehmen.

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