Kritische Töne zum Börsengang - Aktien starten mit deutlichen Abschlägen
Schwaches Börsendebüt von Bank Austria

Bei der größten europäischen Aktienemission des Jahres haben die Aktien der Hypo-Vereinsbank-Tochter Bank Austria die Erwartungen der Marktteilnehmer am ersten Handelstag nicht erfüllt.

HB/dpa WIEN. Die erste Notierung lag am Mittwoch mit 28,80 Euro unter dem Ausgabekurs von 29,00 Euro. Im weiteren Verlauf sackte das Papier bei hohen Umsätzen bis auf 28,11 Euro ab, um sich gegen 16.00 Uhr mit 28,35 Euro wieder leicht zu erholen. Als Reaktion gab auch die HVB- Aktie nach. „Für große Hoffnungen auf Zeichnungsgewinne ist die Zeit noch nicht reif“, sagte ein Händler an der Wiener Börse.

Für Aufregung hatte am Vorabend die Analyse der Deutschen Bank gesorgt, die ein Kursziel von 29,40 Euro angegeben hatte. Begründet wurde diese Einschätzung mit einem wenig überzeugenden Potenzial der Bank für das Gewinnwachstum. Der Börsengang der Bank Austria spült bis zu 1,1 Milliarden Euro in die Kassen der Konzernmutter. Die HVB will damit ihre angeschlagene Kapitalbasis stärken.

Die Zeichnungsspanne für ein Viertel der Bank Austria-Aktien hatte zwischen 27 und 31 Euro gelegen. Ursprünglich hatte Konzernchef Dieter Rampl sogar auf einen Ausgabekurs von 34 Euro gehofft. Die Bank Austria ist die größte Bank Österreichs und innerhalb der HypoVereinsBANK-Gruppe für das gesamte Osteuropa-Geschäft zuständig.

Das Unternehmen hatte um Aktionäre mit dem Argument geworben, in Osteuropa erwarteten das Bankhaus lukrative Wachstumschancen. Die Zahl der Kunden in Osteuropa soll bis zum Jahr 2005 von 3,3 auf 4,2 Millionen steigen.

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