Kurswetten des Starinvestors
Pech für George Soros

George Soros setzte offenbar nicht auf eine Kursteigerung nach dem Wahlsieg von Donald Trump. Der legendäre Investor verlor seitdem eine Milliarde Dollar. Sein ehemaliger Mitarbeiter Stanley Druckenmiller hat mehr Glück.
  • 1

WashingtonDonald Trumps Wahlsieg am 8. November hat nur in derselben Nacht kurz zu einem Kurseinbruch geführt und dann gleich einen Siegeszug der Aktien eingeleitet. Zugleich verkauften die Anleger massenweise Anleihen, was deren Renditen hochtrieb.

Während der Überraschungssieg durchschnittliche Aktienbesitzer auf einmal reicher machte, war dies für den Milliardär George Soros nicht der Fall. Der legendäre Investor, der 1992 durch eine groß angelegte Spekulation gegen das britische Pfund berühmt wurde, verlor nach der Wahl laut Informationen des „Wall Street Journal“ fast eine Milliarde Dollar.

Soros hat offenbar nach der Wahl nicht an eine nachhaltige Kurssteigerung geglaubt und daher auf einen baldigen Fall der Kurse gewettet. Der ist bis heute nicht eingetreten, auch wenn die Börse seit einiger Zeit auf der Stelle tritt. Soros soll nach Angaben des „Wall Street Journal“ seine Positionen noch vor Jahresende glatt gestellt haben.

Sein ehemaliger Stellvertreter Stan Druckenmiller, der ihn 1992 bei der Attacke des Pfunds unterstützt und sich 2000 selbstständig gemacht hatte, lag offenbar besser. Er soll vor der Wahl gesagt haben, ein Sieg Hillary Clintons würde einen Kurssprung und danach einen Verfall einleiten - und bei Trumps Sieg könnte es umgekehrt laufen. Angeblich hat Druckenmiller diese Voraussicht zu einem ansehnlichen Gewinn verholfen.

Nach eigener Aussage hat er noch in der Wahlnacht seine Positionen umgeschichtet und auf ein optimistisches Szenario gesetzt. Dabei hat er zum Beispiel Gold verkauft. In den Jahren zuvor hatte er Gold empfohlen und sich häufig sehr pessimistisch zu den Märkten und der Konjunktur geäußert.

Kommentare zu " Kurswetten des Starinvestors: Pech für George Soros"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Der Ärmste, gestern sind seine Freunde aus Ungarn rausgeflogen, dann ist die Milliarde weg, wenn jetzt noch seine europäische Stadthalterin geht, könnte man den Krieg in der Ukraine beenden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%