Lagardère vor Finanzkommission
Insiderhandel: EADS-Großaktionär dementiert Vorwürfe

Nach Airbus-Chef Thomas Enders hat der französische EADS-Großaktionär Arnauld Lagardère Vorwürfe des Insiderhandels erneut zurückgewiesen. „Ich habe kein Insiderdelikt begangen“, betonte Lagardère am Donnerstag in Paris vor der Finanzkommission der Nationalversammlung.

HB PARIS. Lagardère, dessen gleichnamiger Konzern neben Daimler zu den Großaktionären des europäischen Flugzeugbau-, Rüstungs- und Raumfahrtunternehmen EADS zählt, sagte bei der Anhörung, dass er bereits 1999 seine Absicht erklärt hatte, sich auf das Mediengeschäft zu konzentrieren.

„Wir haben auf den richtigen Moment gewartet, die (EADS-)Aktien zu verkaufen“, sagte Lagardère. Er wies zurück, dass er vor der Bekanntgabe der Airbus-Lieferschwierigkeiten beim Großraumflugzeug A380 davon gewusst habe. „Es wurde immer gesagt, dass es keine Verzögerung geben werde und die Schwierigkeiten behoben werden könnten“, sagte er.

Bei der EADS-Hauptversammlung am Montag in Amsterdam hatten Aktionärsschützer vergeblich den Rückzug von Lagardère aus dem Verwaltungsrat gefordert. Lagardère hatte wie Daimler vor dem Kurssturz in Folge der angekündigten Lieferverzögerung 7,5 Prozent seiner EADS-Anteile abgestoßen. In Frankreich gehen Börsenaufsicht und Staatsanwaltschaft dem Verdacht nach, die Konzernspitze sowie die Großaktionäre Lagardère und die frühere DaimlerChrysler könnten Insiderwissen um Probleme bei Airbus zu Geld gemacht haben.

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