Leitindizes brechen ein
Erste Börsengänge gestoppt

Die Turbulenzen an den Börsen halten an, Unternehmenswerte sinken und sinken seit Tagen. Jetzt reagieren erste Börsenkandidaten - und verschieben ihren Sprung aufs Parkett. Auch deutsche Unternehmen müssen umplanen.
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DüsseldorfSeit Tagen geht es an den Börsen bergab. Weltweit brechen die Leitindizes ein. Kursverluste und die Unsicherheit der Anleger schrecken ab: Das Klima für Börsengänge verschlechtert sich. Immer mehr Konzerne verschieben wegen des schwachen Marktes notgedrungen ihr Initial Public Offering (IPO), egal ob in New York, Hongkong oder Frankfurt.

Ein prominenter Verschieber ist der niederländische Finanzkonzern ING. Der geplante Börsengang seiner Versicherungssparte findet vorerst nicht statt. Eine mögliche Alternative, um frisches Geld einzusammeln, wäre der Verkauf von Geschäftsteilen. Erste Interessenten haben sich nach starken Quartalszahlen wohl bereits gemeldet. Das Lateinamerika-Geschäft ist schon nach Kolumbien verkauft. Auch dafür fielen die Börsenpläne aus, allerdings bereits vor der jüngsten Börsenkrise. Was genau aus der US-Sparte und dem Geschäft in Europa und Asien wird, ist derzeit noch offen. Bei der aktuellen Marktlage könnte ein Verkauf die deutlich attraktivere Variante sein.

Vorerst gestoppt ist auch der milliardenschwere Börsengang der China Everbright Bank an der Börse Hongkong. Das staatliche Kreditinstitut muss bereits zum zweiten Mal den IPO aufschieben, im Juni hatte das Unternehmen seine Börsenpläne schon einmal verlegt.

Einen neuen Versuch wird Ally Financial wohl frühestens im September starten. Das Geldhaus gehört zu knapp drei Vierteln dem amerikanischen Staat und hatte während der Finanzkrise staatliche Hilfen benötigt. Der Sprung aufs Börsenparkett sollte Einnahmen von rund sechs Milliarden Dollar bringen.

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Kommentare zu " Leitindizes brechen ein: Erste Börsengänge gestoppt"

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  • @ zarakthuul,
    damit wären wir bei einem reelleren BörsenWERT des DAX der um die 3.500 tendieren würde.
    Also noch viel Spiel nach unten!

  • Es ist schon bezeichnend für unsere Gesellschaft das die "heissensten" Börsengänge von Internetunternehmen angeführt werden. Es werden keine Waren produziert, teilweise horrende Verluste eingefahren, aber Börsenwerte von Milliarden erreicht. Internet-Blase 2.0 !

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