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Oracle setzt Peoplesoft eine Frist

Der US-Software-Konzern Oracle hat sein milliardenschweres Übernahme-Angebot an den Konkurrenten PeopleSoft erhöht und dabei zum ersten Male eine Frist für die Annahme der Offerte gesetzt.

HB NEW YORK. Der SAP-Konkurrent teilte am Montag mit, das Unternehmen setze sein Angebot von 21 Dollar auf nunmehr 24 Dollar pro Aktie herauf. Dies sei das optimale und letzte Angebot. Die neue Offerte, die Peoplesoft auf insgesamt 8,8 Milliarden Dollar bewertet, werde zum 19. November um Mitternacht US-Ostküstenzeit auslaufen. Die Peoplesoft-Führung, die die vorige Offerte von Oracle zurückgewiesen hatte, empfahl den Aktionären zunächst abzuwarten. Sie werde später eine Empfehlung ausgeben.

Das neue Oracle-Angebot entspricht einem Aufpreis von mehr als 15 Prozent auf den Freitagsschlusskurs der PeopleSoft-Aktie. Peoplesoft-Aktien legten am Montag an der Wall Street im frühen Geschäft um mehr als 10 Prozent auf über 23 Dollar zu.

Der Software-Konzern Oracle teilte weiter mit, Bedingung der neuen Offerte sei, dass er bis zu der gesetzten Frist die Mehrheit der PeopleSoft-Anteile erhalte. Sonst werde er seine Offerte zurückziehen. Oracle fordert des Weiteren von der Peoplsoft-Führung die Rücknahme ihrer Abwehrmaßnahmen gegen den Übernahmeversuch. Oracle werde sonst bei Gericht in Delaware Schritte gegen die „Giftpille“ von Peoplesoft einleiten. Die Abwehrmaßnahmen von Peoplesoft - Ausgabe neuer Aktien und hohe Nachlässe an die Kunden - würden eine Übernahme verteuern.

Die Peoplesoft-Führung teilte mit, sie werde die Oracle-Offerte prüfen und danach eine Empfehlung an die Aktionäre ausgeben. Bis dahin sollten die PeopleSoft-Aktionäre „nicht in Aktion“ treten.

Die EU-Kommission hatte Ende Oktober den Übernahmeplan genehmigt und damit die letzte kartellrechtliche Hürde für die Transaktion damit aus dem Weg geräumt. Sowohl in Europa als auch in den USA hatte es kartellrechtliche Bedenken gegen die Übernahme gegeben, weil dadurch einer der nur drei Hauptakteure am Weltmarkt für Software für Großunternehmen verschwinden würde. Der weltgrößte Anbieter von Unternehmenssoftware ist derzeit des deutsche Unternehmen SAP.

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