"Märkte sind generell schwankungsanfällig"
Eurex verbucht weniger Umsätze

Die Handelsumsätze an der deutsch-schweizerischen Terminbörse Eurex werden zum zweiten Mal in Folge zurückbleiben. Der Konzern hält aber nach den Angaben eines Sprechers weiter an seinen Gesamtjahreszielen fest.

HB FRANKFURT. Trotz der großen Bedeutung der Eurex für die Gewinnentwicklung der Börse, warnten Analysten zunächst vor einer Überbewertung der Daten.

Den am Mittwoch im Internet veröffentlichten Daten zufolge wurden im Juli bis einschließlich Dienstag 64,4 Millionen Kontrakte gehandelt nach 87,6 Millionen im Vorjahresmonat. An den drei noch ausstehenden Handelstagen des Monats dürfte die Vorjahreszahl nach Einschätzung von Experten nicht mehr erreicht werden. Bei einem durchschnittlichen Eurex-Tagesumsatz im Juli von 3,4 Millionen Kontrakten peilt die Eurex hochgerechnet einen Monatsumsatz von gut 74 Millionen Derivaten an. Bereits im Juni war die Zahl der Kontrakte im Jahresvergleich auf 94 Millionen von 102 Millionen zurückgegangen.

„Man sollte die Entwicklung erst einmal nicht überbewerten, schließlich sind Märkte nun mal per Definition schwankungsanfällig“, kommentierte Peter Barkow, Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt die Zahlen. Im ersten Halbjahr waren 553 Millionen Kontrakte umgesetzt worden nach 524 Millionen im Vorjahr.

Die Aktien der Deutschen Börse verloren am Mittwoch in einem festen Gesamtmarkt zwei Prozent auf 40,36 Euro. Ein Sprecher der Börse bekräftigte, wie schon nach Bekanntwerden der Juni-Umsatzzahlen, die Börse halte an ihren Gesamtjahreszahlen fest. Der Frankfurter Börsenbetreiber will bis Jahresende ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von mindestens 450 Millionen Euro verdienen.

Die Eurex ist seit langem Wachstumstreiber der Deutschen Börsen. Zum Konzern-Ebit 2003 von 452,6 (2002: 351,2) Millionen Euro steuerte die Eurex 228,0 (158,3) Millionen Euro bei. Die Eurex ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Schweizer und der Deutschen Börse. Auf Grund der Vertragsgestaltung fließt dem Frankfurter Partner der Löwenanteil der Gewinne zu. Die Deutsche Börse betreibt neben der Eurex mit Xetra das führenden Aktienhandelssystem in Deutschland und mit Clearstream eines der wichtigsten Plattformen für Abwicklung und Abrechnung in Europa.

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