Märkte warten auf Zinsentscheid
Dax-Ausblick: Im Bann der Fed

In der kommenden Woche blicken die Anleger gespannt nach Washington. Die US-Notenbank (Fed) tagt. Sie wird über die Zinshöhe entscheiden und damit auch über Auf und Ab der Aktienkurse. Die werden aber auch noch von zahlreichen Quartalsberichten der Unternehmen beeinflusst. Eine spannende Börsenwoche ist angesagt.

HB FRANKFURT. Angesichts neuer Rekordwerte bei Euro und Öl ist der Weg für den Dax in Richtung der Marke von 8 000 Punkten aber steinig. Positiv könnte hingegen der Blick auf den Jahreskalender wirken, denn mit dem November beginnt üblicherweise die stärkste Phase an den Aktienmärkten. Die höchsten Kursgewinne können Anleger bekanntlich von November bis März einfahren. In Deutschland steuert die Berichtssaison auf ihren Höhepunkt zu, wobei der Allerheiligen-Feiertag am Donnerstag vorübergehend zu einer ruhigeren Phase führt.



In der ablaufenden Woche ist der Dax nach schwachem Beginn bis Freitagnachmittag wieder auf über 7 900 Punkte gestiegen. Damit hat der Dax eine nachhaltige technische Eintrübung verhindert. Der Aufwärtstrend seit dem Tief im Sommer hat zunächst gehalten, er verläuft bei etwa 7 800 Punkten. Allerdings ist auch ein kurzfristiger Abwärtstrend noch intakt. Das deutet zunächst auf eine Seitwärtsbewegung im Dax hin. Bei den Einzelwerten ist das Bild uneinheitlich: Deutlichen technischen Verbesserungen wie bei ausgewählten europäischen Telekomwerten oder Daimler stand zunächst ein erneuter Schwächeanfall der Finanztitel gegenüber. Allerdings haben die US-Börsen am Freitag positiv auf Nachrichten gerade aus diesem Sektor reagiert.

“Der Dax ist an der Widerstandslinie von 8 045 Punkten gescheitert und hat sich zwischen der Unterstützungslinie von 7 870 Punkten und der neuen Widerstandslinie von 7 940 Punkten stabilisiert”, erklärt Mathieu Driol, der als unabhängiger Analyst für den Daytradebroker Clickoptions tätig ist. “Wenn der Leitindex diesmal den Widerstand bei 7 940 Punkten hinter sich lassen kann, ist der Weg für weitere Kurssteigerungen frei”, hofft Driol. Das kurzfristige Kursziel des Dax gibt er für diesen Fall mit 8 045 Punkten an.

Wichtig sei vor allem, dass der Index die Unterstützungslinie von 7 800 Punkten halte, meinen die Börsenexperten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger. Ansonsten wären Rückschläge sogar unter die 100-Tage-Linie bis 7 600 Punkte möglich. Die Marktstrategen gehen indes von einer Entwarnung am Ölmarkt aus. Die politische Lage im Grenzgebiet Türkei/Irak habe sich etwas entspannt. „Es ist davon auszugehen, dass der Ölpreis weiter zurückfällt", schreiben sie in ihrer aktuellen „Marktmeinung aus Stuttgart“. Unterm Strich äußern sie sich allerdings skeptisch: „Das Stimmungsbarometer an den Aktienmärkten bleibt angespannt.“ Dies sei schon deutlich daran zu erkennen, dass die Auswirkungen der Subprime-Krise weiter den Rentenmarkt stütze und dem Bund-Future schon zu starken Kurssteigerungen verholfen habe. Aber tiefer als auf 7 400 Punkte werde der Dax wohl nicht sinken. „Damit bliebe nach wie vor eine zweistellige Jahresperformance im Dax erhalten“, sagen die Börsenbeobachter.

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