Manager zum Rapport
Neue Insider-Ermittlungen in den USA

Die US-Wertpapieraufsicht SEC verstärkt nach den Erfahrungen mit dem Galleon-Skandal ihre Ermittlungen wegen Insidergeschäften an der Wall Street. Mehr als 36 Hedge-Fonds-Manager und Broker haben Medieninformationen zufolge strafbewehrte Vorladungen erhalten.
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NEW YORK. In einigen Fällen gehe es um Fusionen und Übernahmen im Gesundheitssektor, berichtete das „Wall Street Journal“. Wenigstens ein Fall betreffe die Kommunikation zwischen einem Hedge-Fonds-Manager und der Investmentbank Goldman Sachs.

Seit Mitte Oktober Raj Rajaratam, Chef des Hedge-Fonds Galleon, wegen des Verdachts auf großangelegte Insidergeschäfte verhaftet wurde, steht die SEC unter enormem politischem Druck. Ihr wird vorgeworfen, die Machenschaften Galleons zu lange nicht entdeckt zu haben. Zu-letzt rollte die Behörde ein altes Verfahren gegen den Hedge-Fonds Pequot Capital wieder auf, weil ihr zwei Senatoren zu große Passivität in der Verfolgung des Fonds vorwarfen. „Derzeit dreht die SEC jeden Stein um, damit man ihr bloß keine Tatenlosigkeit vorwerfen kann“, sagte ein auf Kapitalmarktrecht spezialisierter Verteidiger. Immer mehr Beobachter fürchten, dass die Skandale den Ruf des für die Wirtschaft dringend benötigten Finanzmarktes beschädigen könnten.

In den aktuellen Untersuchungen geht es nach Informationen des „Wall Street Journal“ um rund ein Dutzend Transaktionen von Firmen im Gesundheitssektor seit 2006, bei denen Goldman Sachs oder andere Investmentbanken als Berater tätig waren. Ein Sprecher der Bank sagte, Gold-man verfüge über robuste Mechanismen, um verdächtige Geschäfte zu entdecken. „Wenn wir diese entdecken, melden wir sie bei den Behörden, wie es das Gesetz verlangt.“ Die SEC wollte sich zu dem Sachverhalt nicht äußern.

Zudem ermittelt die SEC dem Bericht zufolge im Zusammenhang mit Avancen des Retailriesen Sears an den Möbelspezialisten Restoration Hardware. Ende 2007 hatte Sear ein Übernahmeangebot gemacht, aber Restoration Hardware konnte dieses abwehren und flüchtete stattdessen in die Übernahme durch ein Private-Equity-Konsortium unter der Leitung seines Vorstandschefs.

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