Mangelnde Transparenz
Das Schweigen der Dax-Konzerne

Anlegerschützer beklagen fehlende Transparenz vieler Dax-Konzerne. Commerzbank, Lufthansa oder BASF ließen Anleger im Unklaren, so die Kritik. Doch auch die Studie selbst hat einen entscheidenden Makel.
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DüsseldorfWer gar nichts sagt, sagt auch nichts Falsches. Das scheint das Motto einiger Dax-Konzerne zu sein. Statt eine klare Aussage über die zukünftigen Geschäfte abzugeben, lassen sie ihre Anleger im Unklaren. Besonders mangelhaft informieren Commerzbank, Lufthansa oder BASF. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft Kirchhoff Consult.

„Auf der einen Seite stehen die Unternehmen, die selbst unter erschwerten Bedingungen in der Lage sind, die Geschäftsentwicklung ihrer Gesellschaft im Blick zu haben. Auf der anderen Seite die, die an dieser Aufgabe scheitern“, sagt Ulrich Hocker, Präsident der DSW. „Anleger sollten sich durchaus die Frage stellen, ob sie ihr Geld wirklich in Aktiengesellschaften investieren wollen, die […] bei der Geschäftsentwicklung offenbar ‚auf Sicht‘ fahren."

Die Anlegerschützer haben die Dax-Geschäftsberichte aus dem vergangenen Jahr daraufhin untersucht, wie transparent, verständlich und vor allem wie genau die dort formulierten Aussagen sind. Analysiert wurden alle zentralen Passagen sowohl im Ausblick als auch in den Prognosen. Dabei ging es besonders darum, ob sich die Unternehmen trauen, ein möglichst klares Ergebnis zu prognostizieren. Die Studie wurde inzwischen zum dritten Mal durchgeführt. Nach Meinung der DSW sind diese Einschätzungen deshalb so wichtig, weil sie helfen, den Zustand eines Unternehmens und damit eine mögliche Kursentwicklung realistisch einschätzen zu können.

„Und dabei verlangt niemand von den Konzernen, dass sie Gewinn und Dividende auf Euro und Cent genau vorhersagen. Vielmehr geht es darum, die Entwicklung möglichst zielsicher zu prognostizieren“, sagt Hocker. „Das sollte ein Management, das sich in den Märkten auskennt, in denen es sich bewegt, eigentlich hinbekommen.“

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Kommentare zu " Mangelnde Transparenz : Das Schweigen der Dax-Konzerne"

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  • Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Niels Bohr
    Nur Spekulanten agieren auf der Basis von Prognosen.
    Ben Graham
    Mal ganz abgesehen von der unterschiedlichen Schwierigkeit fuer zyklische und nichtzyklische Unternehmen (s.a. Keynes credit cycle investing statement oder Dr.Copper's Rolle und track record im Vergleich zu Oekonomen) ist es so gesehen wohl kein Wunder dass BASF und Beiersdorf langfristig die besten Performer und eine Telekom der schlechteste Performer war und wohl auch bleiben werden- auch Berkshire Hathaway wuerde in seiner Studie wohl als Schlusslicht auftauchen.
    Traurig was sich so Aktionaersschuetzer nennen darf.
    Der Mann sollte lieber Behoerden und ihre Budgets untersuchen.
    Fragen sie doch auch mal erfolgreiche nicht boersengelistete Mittelstaendler ob die Prognosen abgeben, an sie glauben oder gar ihr Handeln und ihre Investitionen darauf basieren.
    Der Letzte der das getan hat war wohl Herr Asbeck von Solarworld.
    Aber der Schuetzer fordert ja eigentlich nur das ein was die unwissende Masse genetisch praedisponiert unbedingt haben will (crystal ball desire) und zu benoetigen glaubt.

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