Markt tritt in Korrekturphase
Dax-Ausblick: Die Luft ist raus

Die alten Hasen haben genau darauf gesetzt: Inspiriert von der Börsenweisheit „Sell in may“ warnten sie seit geraumer Zeit vor einer Korrektur. In der zurückliegenden Woche gaben die Kurse tatsächlich nach. Viele Beobachter sehen auch für die kommende Woche schwarz, aber längst nicht alle.

HB FRANKFURT. Mit dem Ende der Quartalsberichtssaison in der kommenden Woche wird nach Ansicht von Analysten die Kaufstimmung am deutschen Aktienmarkt nachlassen. Kursverluste seien daher zu erwarten. „Mit dem Auslaufen der Unternehmensberichterstattung dürfte ein wichtiger Impulsgeber am Aktienmarkt wegfallen und die Börse eine Verschnaufpause einlegen“, sagte Stratege Markus Reinwand von der Helaba. „Nach der rasanten Kursrally sind wir in eine Korrekturphase eingetreten.“ Er hält es daher für möglich, dass der Dax in der nächsten Woche bis auf 7 166 Punkte fallen könnte. Diese Marke sieht er als wichtige charttechnische Unterstützung.

Am Freitag war der Leitindex nach einem wochenlangen Höhenflug bis auf 7 304 Punkte abgerutscht, erholte sich aber im späteren Verlauf wieder. Zu Wochenbeginn hatte der Dax mit 7 538 Zählern den höchsten Stand seit sieben Jahren markiert. Auch Analyst Dennis Nacken von der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors wollte nicht ausschließen, dass der deutsche Aktienmarkt nach der „bislang besser als erwartet ausgefallen Unternehmensberichtssaison in ein kleines Loch fallen könnte“.

Der Mai macht seinem Ruf als schwacher Börsenmonat zumindest bislang wieder alle Ehre. Zwar ist noch nicht einmal die Hälfte der Mai-Tage verstrichen, so dass es für eine Monatsbilanz sicher zu früh ist. Aber immerhin hat eine Korrektur eingesetzt, die nach ihrer Heftigkeit zu urteilen durchaus noch ein paar Tage anhalten könnte. Gefahr ist dabei nicht im Verzug, denn der Dax kann durchaus noch ein ganzes Stück fallen, bevor über eine Trendwende gesprochen werden muss.

Wie Helaba-Experte Reinwand geben auch technische Analysten Entwarnung und verweisen auf die im Bereich von 7 155 bis 7 200 Punkte liegenden Unterstützungen, die Halt bieten sollten. Die Marktbeobachter des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger sehen eine Unterstützungslinie bei 7 250 Punkten. Der nächste Widerstand sei erst bei 7 680 Punkten zu sehen. Ein ähnliches Rückschlagspotenzial macht auch der technische Analyst Matthieu Driol aus: „Der Dax hat seine Unterstützunglinie bei 7 413 Punkten nach unten durchbrochen. Ein Rückgang bis auf 7 246 Punkten ist nun möglich“. Driol ist als unabhängiger Analyst für den Daytradebroker Clickoptions tätig.

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