Maschinenbauer
Glanzloses Milliarden-IPO von Sinopec-Tochter

Der chinesische Energieriese Sinopec sorgt für Zweifel am Wiederaufkeimen des IPO-Marktes. Das Börsendebüt lief glanzlos über die Bühne. Die Aktie fällt nach anfänglichen Gewinnen auf 10,46 Hongkong-Dollar.
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HongkongMit einem glanzlosen Börsendebüt seiner Tochter hat der chinesische Energieriese Sinopec Zweifel am Wiederaufkeimen des IPO-Marktes in Hongkong genährt. Die 1,8 Milliarden Dollar schwere Erstemission des Maschinenbauers Sinopec Engineering - die bislang größte in Hongkong in diesem Jahr - war von anderen Börsenaspiranten mit Spannung verfolgt worden. Denn der dortige Aktienmarkt entwickelt sich derzeit eher schwach und die Investoren warten auf eine Initialzündung. Der einst zu den führenden IPO-Märkten gehörende Börsenplatz rutschte zuletzt sogar hinter den Irak und Neuseeland ab.

Umso mehr enttäuschte dann der Einstand von Sinopec: die Aktie fiel am Donnerstag nach anfänglichen Gewinnen auf 10,46 Hongkong-Dollar und damit unter den IPO-Preis von 10,50 Hongkong-Dollar. Allerdings fiel das Debüt auf einen unglücklichen Zeitpunkt. Denn enttäuschende Konjunkturdaten aus China stoppten den Höhenflug an den internationalen Börsen jäh und lösten teils kräftige Kursverluste aus. Der Hongkonger Hang-Seng-Index verlor 2,5 Prozent. "Es hängt stark vom Marktumfeld ab", sagte Alvin Cheung von Prudential Brokerage. Solange der Markt weiter falle, gebe es kein Interesse an IPOs.

Die Stimmung der Investoren ist derzeit sehr unbeständig. Noch am Vortag hatte das Handelshaus China Galaxy Securities zum Börsendebüt einen Kurssprung von mehr als elf Prozent hingelegt. Dieses IPO ist mit 1,1 Milliarden Dollar eines der bedeutendsten in Hongkong in diesem Jahr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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