Mehr Transparenz für Anleger
EU-Pass für Emittenten

Anleger sollen künftig Prospekte für Wertpapiere aus EU-Mitgliedsstaaten in einer deutschen Zusammenfassung erhalten, die allgemein verständlich gehalten sein wird.

HB/fmd BERLIN. Das ist eine wesentliche Neuerung, die das Prospektrichtlinien-Umsetzungsgesetz vorsieht. Der Entwurf wurde am Dienstag in Berlin von Barbara Hendricks, Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, vorgestellt.

Auch für Emittenten von Aktien, Schuldverschreibungen oder Derivaten gibt es Vereinfachungen. So wird es einen europäischen Pass für Emittenten geben. Werden die entsprechenden Prospekte von der Aufsichtsbehörde des Heimatlandes genehmigt, so gilt die Genehmigung EU-weit. Emittenten von Schuldverschreibungen und Derivaten können allerdings selbst entscheiden, durch welchen EU-Mitgliedsstaat sie ihren Prospekt genehmigen lassen wollen.

Ferner ist eine Zentralisierung der Prospektprüfung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) vorgesehen. Dabei wird die Bafin keine Haftung übernehmen. Bislang waren die Zulassungsstellen der Börsen für diese Aufgabe zuständig. In Deutschland gibt es acht Börsen und neun Zulassungsstellen. „Damit wird die Zersplitterung beendet“, sagte Hendricks. Anfang Februar soll das Kabinett einen Entwurf verabschieden. Bis Mitte 2005 soll das Gesetzesvorhaben abgeschlossen werden.

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