Mögliche Stabilisierung
Dax-Ausblick: Hoffen auf den Silberstreif

Analysten sprühen derzeit nicht vor Optimismus. Doch auch wenn sich noch keine Zeichen einer soliden Erholung für den schwächelnden Dax anbahnen, die Hoffnung auf eine Stabilisierung ist laut Experten durchaus berechtigt. Eine Konstante wird es aber auf jeden Fall geben: die Unberechenbarkeit.

HB FRANKFURT. Die von Anlegern ersehnte nachhaltige Erholung am deutschen Aktienmarkt wird wohl auch in der neuen Woche auf sich warten lassen. Nach dem ständigen Auf und Ab der vergangenen Tage und den kräftigen Verlusten der jüngsten Zeit könnte sich der Dax auf seinem jetzigen Niveau allerdings etwas fangen, sagten Analysten.

"Ein Schubser, der den Markt nach oben bringen könnte, ist noch nicht in Sicht", sagte LBBW-Aktienstratege Steffen Neumann. Der Dax könnte sich aber auf seinem jetzigen Niveau etwas stabilisieren. "Der Markt hat sich schon auf viel Negatives eingestellt." In der zurückliegenden Handelswoche hat der Dax fast fünf Prozent verloren. Der Leitindex fiel auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren.

Die Anleger suchen im Moment händeringend nach Anhaltspunkten, wie es an den Finanzmärkten weitergehen wird. Seit Jahresanfang hat der Dax weitere fast 25 Prozent nachgegeben. Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht Prognosen äußerst schwer. Die Kurse schwanken oft extrem, und das Handelsvolumen ist äußerst niedrig. "Der Markt wird von einem Tag auf den anderen in eines anderes Szenario geworfen. Die Anleger müssen immer tagesabhängig reagieren", sagte Neumann.

Sowohl von der Konjunktur- als auch von der Unternehmensseite erwarten Börsenexperten in der neuen Woche nur wenig Impulse für den Markt. Die Berichtssaison der Dax-Unternehmen neigt sich langsam ihrem Ende zu. So stehen Bilanzpressekonferenzen von Eon (Dienstag), der Lufthansa (Mittwoch), K+S und Volkswagen (beide Donnerstag) an.

Wenn der größte deutsche Energieversorger Eon am Dienstag seine Bilanz für 2008 vorgelegt, interessiert Beobachter vor allem die Prognose von Vorstandschef Wulf Bernotat für dieses und das kommende Jahr. Die Konkurrenten RWE und GDF Suez hatten sich zuletzt angesichts der Wirtschaftskrise vorsichtig geäußert. Denn auch die eigentlich als sichere Anlage-Häfen in stürmischen Zeiten geltenden Versorger machen sich Sorgen.

Die Aktie der Lufthansa hat bereits am Freitag negativ auf die Nachricht reagiert, dass die Fracht-Tochter Cargo Teile ihrer Flotte vorerst am Boden lässt. Dies lag allerdings innerhalb der Markterwartungen.

Erst gegen Ende der Woche werden wichtige Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht. Für Donnerstag wird der Einzelhandelsumsatz erwartet, für Freitag die Handelsbilanz und der vorläufige Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan.

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