Möglicherweise falsche Angaben im Emissionsprospekt der dritten T-Tranche
Über 10 000 Verfahren gegen Telekom

Mehr als 10 000 Aktionäre der Deutschen Telekom haben nach Informationen der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) ein Güteverfahren bei der Öffentlichen Rechtsauskunfts- und Vergleichsstelle (ÖRA) in Hamburg eingeleitet. Dies habe die ÖRA bestätigt, erklärte die DSW am Mittwoch.

gem vwd FRANKFURT/M. Mit diesem Güteverfahren haben sich Aktionäre, die im Jahr 2000 Telekom-Aktien aus dem dritten Börsengang erworben haben, die Chance auf Prospekthaftungsklagen über das Ende der Verjährungsfrist am 26. Mai 2003 hinaus gesichert. DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker erklärte, für eine erfolgreiche Klage seien die vorliegenden Informationen noch zu dürftig. Man brauche die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft, die seit über drei Jahren gegen die Telekom ermittele. Damit sei vor Jahresende allerdings kaum zu rechnen.

Hintergrund der Verfahren sind möglicherweise falsche Angaben im Emissionsprospekt der dritten T-Tranche, etwa zum Wert der Telekom-Immobilien. Falsche Angaben im Emissionsprospekt verpflichten das jeweilige Unternehmen nach Paragraph 44 des Börsengesetzes zur Zahlung von Schadensersatz.

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