Monopoly
Coca-Cola statt Schlossallee

Bei der neuen Version des Spieleklassikers Monopoly handeln die Spieler mit Weltkonzernen. Sie können aus bekannten Markennamen ein Imperium aufbauen und hohe Renditen erzielen. Geldanlage-Fans könnten ihren Spaß haben.
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DüsseldorfIm Handumdrehen zum Großkonzern: Wofür Unternehmer in der Wirklichkeit oft Jahrzehnte brauchen, geht bei Monopoly Imperium in Windeseile. Bei einer neuen Variante des Klassikers können Spieler das Who ist Who der weltweiten Unternehmen kaufen und so einen neuen Großkonzern schaffen. So können die Spieler die größte Softdrink-Marke Coca-Cola für gerade mal für 400-Tausend Monopoly-Dollar erwerben.

In einer aktuellen Sonderausgabe des Spielklassikers Monopoly zieren führende Weltmarken anstelle von Straßen und Plätzen das Spielbrett. Kinder und Familien kaufen jetzt nicht mehr Schlossallee und Parkstraße 22, sondern Top-Brands wie Coca-Cola, Xbox oder McDonald's. Für die Partie schlüpfen die Spieler in die Rolle des CEOs ihrer Lieblingsmarken und sammeln die Logos der Unternehmen in ihrem Monopoly-Tower.

Gerade einmal 30 Spielminuten braucht es, um das eigene Firmenimperium aufzubauen. Coca-Cola schickt als Top-Marke des neuen Spielbretts eine eigene goldfarbene Spielfigur in Form einer Konturflasche ins Rennen. Die weltführende Lifestyle-Marke belegt mit einem Kaufpreis von 400-Tausend Monopoly-Dollar das teuerste und damit begehrteste Spielbrettfeld - die Schlossallee. Die Platzierung der Unternehmen und Marken auf dem Spielbrett basiert auf den öffentlichen zugänglichen Börsenwerten zum Jahresende 2012.

Damit für alle Spielers offensichtlich ist, welche Unternehmen und Marken die Spieler ihren Konzernen gerade einverleiben, hat jeder Marken-Mogul einen eigenen Monopoly Marken-Tower. Insgesamt vier Türme zieren so die Spielbrettmitte, und im Stil bunter Leuchtwerbung halten die Logo-Steine den Weg zu Reichtum und Macht anschaulich fest. Jedes Mal, wenn ein Unternehmen gekauft wird, erhält der neue Boss den entsprechenden Label-Stein und platziert diesen auf seinem Tower. Völlig klar, dass es in einem solchen Spiel nicht mit Fingerhut und Zylinder zum Firmen-Shopping geht.

Coca-Cola-Flasche, McDonald's-Pommes Frites-Tüte, Ducati Motorrad und andere Symbole der neuen Markenwelt laden als goldfarbene Spielfiguren ein, sein eigenes Imperium aufzubauen. Wer als erster die Spitze des Towers stürmt, indem er den letzten fehlenden Markenstein in seinen Tower legt, gewinnt.

In nur 30 Minuten in die Chefetage: Die meisten Spielrunden sind innerhalb einer halben Stunde beendet. Da jede Marke nur einmal gekauft und weder Häuser noch Hotels gebaut werden, beschleunigt sich der Spielfluss und garantiert dennoch Traumrenditen. Jedes Mal, wenn ein Konkurrent auf einem Unternehmen oder einer Marke des eigenen Konzerns zum Stehen kommt, ist Zahltag. Wie viel Geld der Stopp auf fremdem Terrain kostet, hängt davon ab, wie viele Marken und Firmen der Besitzer in seinem Portfolio hat. Je höher der Turm mit Marken-Steinen bestückt ist, desto teurer wird es. Wie in der echten Finanzwelt sind auch beim neuen Monopoly Imperium die Spieler nie sicher vor feindlichen Übernahmen oder Börsencrashs.

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