Nach aktuellem Stand könnte der Sportartikel-Hersteller im September Tui im Deutschen Aktienindex ersetzen
Puma liegt im Dax-Rennen erstmals vorn

Mit Hochspannung dürften die Börsianer in den nächsten Wochen die Kursentwicklung von Puma und Tui verfolgen. Beide Aktien liefern sich zurzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um einen Platz im Deutschen Aktienindex (Dax).

FRANKFURT/M. Einen Monat vor der Indexentscheidung der Deutschen Börse hat Puma erstmals die Nase vorne. Das zeigt die gestern veröffentlichte Rangliste der Börse für den Monat Juni. Da die Abstände innerhalb der Rangliste jedoch sehr gering sind, kann sich nach Ansicht von Analysten bis Ende August vieles wieder drehen. Kräftige Kursausschläge, verursacht durch Spekulanten, sind deshalb zu erwarten.

Ob Tui tatsächlich aus dem deutschen Leitindex weichen muss und gegebenenfalls durch Puma ersetzt wird, entscheidet die Deutsche Börse am 3. September auf Basis der Rangliste für August. Grundlage sind dann erstmals nur die beiden Kriterien Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. Weiche Kriterien wie Indexkontinuität oder Branchenzugehörigkeit spielen für die Dax-Entscheidung künftig keine Rolle mehr.

Puma liegt zurzeit auf Rang 29 bei der Marktkapitalisierung und Platz 28 bei den Börsenumsätzen. Damit erfüllt der Sportartikelhersteller die Bedingungen für eine Aufnahme in den Dax (siehe Kasten). Tui belegt bei den Börsenumsätzen zwar Platz 26, ist in puncto Marktkapitalisierung aber auf Platz 37 zurückgefallen – nötig für einen Verbleib im Aushängeschild der Börse ist Platz 35.

Die Chancen für Tui, diesen Rang im August wieder zu erreichen, stehen nach Analystenschätzung nicht schlecht. Aktuell bringen es die frei handelbaren Tui-Papiere auf einen Marktwert von 1,735 Mrd. Euro. Für Rang 35 – hier steht derzeit die Aktie von Celesio – wären 1,759 Mrd. Euro nötig.

Profitieren könnte Tui von den Spekulationen um eine mögliche Übernahme. Diese machen die Runde, seit die Investmentbank Morgan Stanley ihren Anteil an dem Reisekonzern in der vergangenen Woche auf zehn Prozent verdoppelt hat. Kampflos wird sich Tui-Vorstandschef Michael Frenzel möglichen Käufern aber nicht ergeben. Gestern bestätigte ein Tui-Sprecher, dass Tui die Investmentbank Greenhill beauftragt hat, das Unternhemen bei der Abwehr einer feindlichen Übernahme zu beraten. Zudem wird Tui die ursprünglich für die kommende Woche geplanten Quartalszahlen schon heute vorlegen.

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