Nach dem Börsen-Crash: Chinas oberster Börsenaufseher vor Rücktritt

Nach dem Börsen-Crash
Chinas oberster Börsenaufseher vor Rücktritt

Der Chef der chinesischen Börsenaufsicht, Xiao Gang, soll seinen Rücktritt angeboten haben. Er gilt als Vater des Stopp-Mechanismus', der Anfang des Jahres nach nur wenigen Tagen wieder ausgesetzt wurde.

PekingDer Chef der chinesischen Börsenaufsicht hat Insidern zufolge angesichts der anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten seinen Rücktritt angeboten. Der 57-jährige Xiao Gang wolle seinen Platz an der Spitze der China Securities Regulatory Commission (CSRC) räumen, sagten zwei mit den Vorgängen vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Unklar blieb zunächst, ob die Regierung den Rücktritt angenommen hat. Die CSRC wollte sich zunächst nicht äußern.

Später verbreitete sie über den Kurznachrichtendienst Weibo ein Dementi: „Diese Information stimmt mit den Fakten nicht überein.“ Dagegen sagten die Insider, die beide um Anonymität baten, Xiao werde nicht im Amt bleiben. Die Regierung „ist extrem unglücklich mit Xiao Gang“, sagte einer davon mit Kontakten zur Regierung. „Es ist sicher, dass er den Job wechseln wird.“

Xiao gilt als Vater des Stopp-Mechanismus', bei dem der Börsenhandel nach größeren Verlusten eingestellt wird. Dieses System war erst zu Jahresbeginn eingeführt, aber bereits am 7. Januar wieder beendet worden. Kritikern zufolge habe dieser Mechanismus zur Panik an den Märkten beigetragen. Die Börsen in Shanghai und Shenzhen haben seit Juni 2015 mehr als fünf Billionen Dollar an Marktkapitalisierung verloren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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