Nach dem Erreichen eines neuen Jahreshochs
Dax-Sentiment: Das Bärenlager wächst

Das im Auftrag der Deutschen Börse wöchentlich erhobene Dax-Sentiment zeigt in der zweiten Juli-Woche eine deutliche Zunahme der Skepsis. So ist das Lager der Bären um neun Prozentpunkte auf nun 38 Prozent gewachsen, während die Zahl der bullish eingestellten Marktteilnehmer um zehn Prozentpunkte auf 40 Prozent gesunken ist. Das Lager der Neutralen legt um einen Prozentpunkt auf 22 Prozent zu, heißt es in der donnerstäglichen Marktanalyse.

vwd FRANKFURT. In der vergangenen Woche konnte sich der Dax wieder befestigen und stieg um 3,6 Prozent auf ein neues Jahreshoch. „Zeitgleich hat sich der Optimismus der institutionellen Anleger wieder deutlich abgeschwächt, so dass unser Bull/Bear-Index beinahe einen neutralen Wert erreicht“, erklärt Joachim Goldberg von cognitrend, der Autor der Studie. Das sei insofern verständlich, als die Konjunktursignale vor allem aus den USA während des Berichtszeitraums nicht eindeutig ausgefallen seien.

Vor allem sei der neuerliche Aufschwung der Charttechnik zugeschrieben worden. Interessanterweise habe auch die Zahl der Warner wieder zugenommen, sagt Goldberg. Die Stimmung sei viel zu gut, heißt es, vor allem in den USA, wo die Zahl der bullischen Börsenbriefe erst kürzlich wieder viel zu hoch gewesen sei. Auch vor Japan wird gewarnt, wo manch einer gar das Platzen einer Spekulationsblase prognostiziert.

„Die jüngsten Abgaben sind nicht nur als Gewinnmitnahmen, sondern vornehmlich in der Hoffnung auf fallende Kurse getätigt worden“, so Goldberg weiter. Dafür stehe die fast deckungsgleiche Verschiebung vom Bullen- ins Bärenlager. Möglichen Rückschlägen, die den Dax - für viele Akteure wünschenswerterweise - auf bis zu 3.040/60 Zähler führen müssten, stehe also von dieser Seite bei deutlich fallenden Kursen ordentliche Nachfrage entgegen. Darüber hinaus dürfe man all diejeningen nicht vergessen, die den Börsenzug schon seit längerem verpasst hätten und auf einen günstigen Einstieg hofften.

Problematisch werde es dagegen, wenn der Dax keine deutliche Abwärtskorrektur produzieren und somit „ohne Ansage“ das Niveau um 3.350 Punkten überwinden würde. Dann müssten einige Investoren dem Markt hinterher rennen, der dann nach einem Zwischenhalt bei 3 460 bis 3 470 Zählern das nächste Kursziel bei 3 600 Punkten in Angriff nehmen würde.

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