Nach Details zur Kapitalerhöhung minus 7,3 Prozent
Karstadt-Kurs bricht ein

Die Aktien des angeschlagenen Waren- und Versandhauskonzerns Karstadt-Quelle sind nach Aussage von Händlern wegen der am Vortag veröffentlichten Details zur geplanten Kapitalerhöhung weiter eingebrochen.

HB FRANKFURT. Im Nebenwerteindex MDax verbuchten die Aktien ein Minus von rund 7,3 Prozent auf 10,84 Euro und markierten damit den niedrigsten Stand seit März 2003. „Der Kurssturz liegt wohl an der Kapitalerhöhung. Das Konsortium garantiert ja nur vier Euro je Aktie“, sagte ein Analyst, der nicht genannt werden wollte. „Zudem werden jetzt 93 Millionen Aktien ausgegeben, ich hatte 53 Millionen Aktien erwartet - die vielen Aktien werden jetzt natürlich auch die Ergebniszahlen nach unten ziehen.“ Die Ausgabe neuer Aktien erhöht die Gesamtzahl der Papiere und verringert so den Gewinn je Aktie.

Am Donnerstagnachmittag hatte der Essener Konzern Details zu seiner geplanten Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Bei einem Bezugspreis von 5,38 Euro je Aktie könne das geplante Volumen von mindestens 500 Millionen Euro erzielt werden, hatte Karstadt mitgeteilt. Das Bankenkonsortium habe sich dazu bereit erklärt, die neuen Aktien zu mindestens vier Euro zu übernehmen. Am Donnerstag hatten die Papiere von KarstadtQuelle angesichts der Einigung des Vorstandes mit der Gewerkschaft Verdi bis zum Nachmittag noch Kursgewinne verbucht. Nach den Details zur Kapitalerhöhung waren die Papiere jedoch ins Minus gedreht.

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