Nach Hiobsbotschaft
Yukos-Aktien stark unter Druck

Einen Tag nach der Hiobsbotschaft der russischen Justizbehörden über einen teilweisen Zwangsverkauf des Ölkonzerns Yukos haben dessen Aktien weiter deutlich an Wert verloren.

HB MOSKAU. An der Moskauer Börse fielen die Papiere des zu Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe verurteilten Konzerns am Mittwoch im Tagesverlauf um 5,5 Prozent auf 6,43 Dollar. Am Vortag hatte die Justiz angekündigt, den mit Abstand wichtigsten Yukos-Förderbetrieb Juganskneftegas zu verkaufen, um die Forderungen des Staates zu bedienen.

Der Finanzmarkt wertet die Pläne der Gerichtsvollzieher als deutliches Signal für eine Zerschlagung des größten russischen Ölexporteurs. Am Dienstag hatten die Yukos-Aktien im russischen RTS-Interfax-Index zum Handelsschluss fast 14 Prozent verloren. Nach Yukos-Angaben sei der Zwangsverkauf von Juganskneftegas bereits für Ende Juli zu erwarten.

Die russische Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta“ (Moskau) kommentiert die Ankündigung der Justiz, den wichtigsten Förderbetrieb des Yukos-Konzerns zu verkaufen. Das Blatt schreibt am Mittwoch:

„Die Vermögenswerte des Yukos-Konzerns brechen vor den Augen zusammen. Das ist die Vernichtung des Unternehmens. Nun ist das Hauptziel der Attacken gegen Yukos klar. Es geht darum, die reichste russische Ölgesellschaft Russlands zu zerschlagen. Durch die heimische Wirtschaft weht der Geist der Anarchie, der jegliche Form des Eigentums als Diebstahl geißelt. Das gleiche gilt für den Yukos-Konzern. Sein „gestohlenes“ Hab und Gut wird beschlagnahmt und verkauft.“

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