Nach Rückzug von TCI
Fidelity steigt bei Deutscher Börse ein

Die Deutsche Börse hat nach dem Rückzug der Finanzinvestoren TCI und Atticus einen neuen Großaktionär, den sie von früher kennt: Die Fondsgesellschaft Fidelity hält über ihre Bostoner Gesellschaft 2,91 Prozent und über ihr in Großbritannien ansässiges Unternehmen noch einmal einen Firmenanteil, der „unter drei Prozent“ liegt. Entsprechende Informationen bestätigte die Börse.

FRANKFURT. Damit wagt sich ein zweites Unternehmen aus der Deckung, das als Käufer der von TCI und Atticus auf den Markt geschmissenen Anteile auftritt. Die beiden ehemaligen Großaktionäre haben sich jüngst von ihren gut 31,2 Mio. Börsenaktien (16 Prozent) getrennt. Der Aktienkurs kletterte darauf nach oben, was ungewöhnlich ist, da normalerweise der Ein- und nicht der Ausstieg von Finanzinvestoren die Börsianer jubeln lässt. TCI und Atticus waren offenbar eher als Quertreiber denn als Gewinnbringer identifiziert worden. Vor Fidelity hatte bereits die ebenfalls in Boston ansässige Kapitalanlagegesellschaft Wellington mitgeteilt, mehr als drei Prozent der Aktien der Börse zu halten.

Spekulationen um ein Zusammengehen der Deutschen mit der New Yorker Börse, die am Donnerstag aufkamen, erteilten die Frankfurter mit Hinweis auf die unterschiedliche Börsenkapitalisierung, die eine Fusion unter gleichberechtigten Partnern unmöglich macht, eine Absage.

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur
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