Nach Verlusten in 2008
Dax-Ausblick: Anleger hoffen auf 2009

Das war 2008: Der Dax bricht um 40 Prozent ein. Aus der Finanz- wird eine Wirtschaftskrise, die die Gewinne der Unternehmen und in Folge deren Aktienkurse dahinschmelzen lässt. In den letzten beiden Handelstagen des alten Jahres dürfte sich nicht mehr allzu viel tun. Bange Frage der Anleger nun: Wie wird 2009? Viele hoffen, dass eine alte Börsenregel weiter gilt.

HB FRANKFURT. Für die meisten Anleger ist das Börsenjahr 2008 trotz einiger verbleibender Handelstage so gut wie abgeschlossen - und sie dürften heilfroh darüber sein. Denn ihren Frieden mit dem Krisenjahr werden sie wohl trotz der Kursgewinne der vergangenen Wochen nicht mehr machen, ist doch der Dax seit Jahresanfang um gut 40 Prozent eingebrochen. "Angesichts der turbulenten Entwicklung dürfte sich Erleichterung breitmachen, dass das Jahr abgeschlossen ist", sagt Markus Reinwand, Marktstratege von der Helaba. "Institutionelle Investoren dürften nicht bereit sein, bis zum Jahresende noch neue Risiken einzugehen."

In der Weihnachtswoche wird nur am Montag und Dienstag gehandelt, in der Silvesterwoche sind die Börsen am Montag, Dienstag und Freitag geöffnet. Reinwand hält es allerdings für möglich, dass einige Privatinvestoren in Deutschland bis zum Jahresende am Aktienmarkt noch zugreifen werden, um die ab 2009 geltende Abgeltungssteuer zu vermeiden. "Das könnte den Dax im dünnen Handel vielleicht etwas unterstützen", mutmaßt er.

Eine Jahresendrally ist aufgrund der Datenlage aber nicht zu erwarten. Mit verstärkten Käufen rechnen Beobachter erst wieder ab Mitte Januar. Die meisten professionellen Marktteilnehmer befinden sich bis zum 5. Januar im Winterurlaub. Im Handel wird bis dahin mit Notbesetzungen gearbeitet. Große Neuengagements von institutioneller Seite sind daher nicht zu erwarten.

Die Aktienmärkte dürften in den nächsten Tagen weiter unter Druck stehen: Die risige Renditedifferenz zwischen den USA und der Eurozone hat für eine Rally des Euro bis knapp an die 1,50-Dollar-Marke gesorgt. Das dürfte die ohnehin vom Konjunkturzyklus abgehängten Exportwerte weiter belasten. Lediglich der Konsum sollte vom ungebremsten Fall des Ölpreises unter die 40-Dollar-Marke profitieren. Im Dax dürften sich die Blicke auf die Aufsteiger richten. Hier ersetzen am Montag Beiersdorf und Salzgitter die Titel von Continental und Hypo Real Estate, die wiederum in den MDax absteigen. Neu im MDax sind zudem Gerresheimer, die AMB Generali ersetzen.

Unternehmensdaten stehen zwischen den Jahren nicht an. Auf der Konjunkturseite stehen die wichtigen regelmäßig publizierten US-Indikatoren an. Am Montag wird der GfK-Konsumklimaindikator einen ersten Ausblick auf die Konsumausgaben im Januar erlauben. Am Dienstag könnten die Zahlen zu den Bruttoinlandsprodukten aus den USA und Großbritannien für das dritte Quartal die Anleger erschrecken. Auch die US-Neubauverkäufe und Baugenehmigungen enthalten nachrichtlichen Sprengstoff. Am Mittwoch werden die US-Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und den Persönlichen Ausgaben und Einkommen im November veröffentlicht.

Die folgende Woche "zwischen den Jahren" enthält nur wenige Termine. Am Dienstag werden der US-Index der Einkaufsmanager Chicago für Dezember und das US-Verbrauchervertrauen bekanntgegeben. Am Freitag stehen dann noch der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone und der ISM-Index für das verarbeitende US-Gewerbe auf dem Terminkalender.

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