Börse Inside
Nasdaq Deutschland steht vor dem Aus

Der Aufsichtsrat der Nasdaq Deutschland wird nach Angaben aus Finanzkreisen am Montag entscheiden, ob die erst vor wenigen Monaten gestartete Handelsplattform geschlossen wird.

rtr FRANKFURT. Nasdaq Deutschland steht vor dem Aus, weil die Börsenumsätze zu gering sind und gleichzeitig der Großaktionär - die US-Technologiebörse Nasdaq - seinen Mehrheitsanteil zur Disposition gestellt hat. „Am Montag berät der Aufsichtsrat über die Zukunft der Nasdaq Deutschland, was möglicherweise harte Entscheidungen zur Folge hat“, erfuhr Reuters am Dienstag aus den Kreisen. Eine Sprecherin der Nasdaq Deutschland gab dazu am Vormittag keinen Kommentar ab.

Nasdaq Europe hatte bereits im Juli die Schließung ihrer Handelsplattform bis spätestens Ende November angekündigt. Nasdaq Europe ist Mehrheitseigner der Nasdaq Deutschland, an der auch Commerzbank, Comdirect, Dresdner Bank und die Börse Berlin-Bremen beteiligt sind.

Die weltgrößte Technologiebörse Nasdaq konzentriert sich auf ihr Kerngeschäft und prüft seit längerem ihre Engagements außerhalb des Heimatmarktes - auch ihren Ableger in Deutschland. Zu den Medienberichten, Nasdaq USA könnte seine Anteile an der Nasdaq Deutschland an den europäischen Konkurrenten Euronext abgeben, hieß es in den Kreisen: „Davon hört man nichts mehr - also ist anzunehmen, dass sie nicht weit gekommen sind."

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