Navinder Sarao und der „Flash-Crash“
Verdächtiger kann Kaution nicht aufbringen

Navinder Sarao soll den „Flash Crash“ vor fünf Jahren verursacht haben. Seine Börsengeschäfte sollen ihm Gewinne in zweistelliger Millionenhöhe gebracht haben. Jetzt hat er offenbar Probleme, seine Kaution aufzubringen.
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Der Mann soll mit seinen Börsengeschäften Gewinne in zweistelliger Millionenhöhe gemacht haben. Jetzt hat er aber offenbar Schwierigkeiten, einen Bruchteil dieser Summe aufzubringen: Navinder Sarao, dem die US-Justiz vorwirft, einen massiven Kurzsturz ausgelöst zu haben, muss eine Kaution von 5,05 Millionen Pfund (umgerechnet sieben Millionen Euro) hinterlegen, um das Gefängnis zu verlassen. Doch bisher hat er das nach Informationen britischer Medien nicht geschafft und muss daher an diesem Mittwoch erneut vor Gericht erscheinen.

Die Polizei hat den 36-Jährigen Briten vor einer Woche festgenommen. Nach Angaben des US-Justizministeriums und der Derivateaufsicht CFTC war es vor allem Sarao, der vor fünf Jahren den Dow Jones innerhalb kürzester Zeit dramatisch einbrechen ließ. Er soll den so genannten Flash Crash mit illegalen Methoden ausgelöst haben. Die USA werfen ihm Marktmanipulation und Betrug vor und fordern daher seine Auslieferung, um ihm auf der anderen Seite des Atlantik den Prozess zu machen. Doch Sarao wehrt sich dagegen.

Ein Londoner Gericht wird voraussichtlich erst im August entscheiden, ob der Börsenhändler sich mit seinen Ansinnen durchsetzt. Bis dahin könnte er eigentlich das Gefängnis verlassen und im Haus seiner Eltern im Westen von London leben, wenn er die geforderte Kaution aufbringt.

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