Neue Anlageinstrumente und alte Verlustpositionen standen im Mittelpunkt: Anlegermesse Invest verzeichnet großen Besucheransturm

Neue Anlageinstrumente und alte Verlustpositionen standen im Mittelpunkt
Anlegermesse Invest verzeichnet großen Besucheransturm

Lange Schlangen vor den Kassen und durchweg zufriedene Gesichter bei den Ausstellern: Das ist das Fazit der Invest 2004, der Messe für institutionelle und private Anleger in Stuttgart.

mb STUTTGART. 9 700 Sparer und Anleger besuchten die Stände von 130 Ausstellern aus allen Bereichen des Finanzspektrums. Mit 25% mehr Andrang als vor einem Jahr „hat die Invest ein deutlich positives Signal gesetzt“, sagte Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Andreas Willis, Vorstand des Mitveranstalters Börse Stuttgart, hob das Niveau der Besucher hervor: „Es hat noch einmal deutlich zugenommen“.

Der Ansturm war mitunter so groß, dass am Stand der Deutschen Börse AG die Kaffeemaschine wegen Überhitzung aussetzte. Marc Tüngler, Landesgeschäftsführer der DSW Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz sah schon den Zockergeist zurück kommen: Fonds mit China-Aktien wurden in einer der vielen Präsentationen, „als konservative Anlage“ gepriesen. Knapp ein Jahr nach dem Tiefpunkt der Börsenkrise ging es den Besuchern grundsätzlich um die Frage, wie sie mit immer noch vorhandenen Verlustpositionen in ihren Aktienbeständen verfahren sollen, sagte Tüngler. Ferner standen die neu zugelassenen Hedge Fonds im Mittelpunkt.

Philipp David, Deutschlandleiter der Quadriga-Hegdefonds zeigte sich überwältigt: „Sehr viele Anleger wollten am liebsten gleich die Zeichnungsunterlagen unterschreiben.“ Holger Sieland von der Citigroup lachte: Er wurde bald mehr auf angebliche Übernahmepläne seines Hauses für die Deutsche Bank angesprochen als auf neuartige Anlageinstrumente, wie etwa das Premium-Payback-Zertifikat.

Tjark Schütte, Investor-Relations-Mann der Deutschen Post, sollte bestätigen, dass die Post am Dienstag eine Erhöhung der Dividende verkünden wird. Da musste er jedoch genauso passen, wie auf die Frage nach bevorzugten Zuteilungen der neu heraus kommenden Aktien der Tochter Postbank.

Reges Interesse auch am Stand der Sparkasse Jungholz. „Die Anleger sind verunsichert von der Sprunghaftigkeit der Politik“, beobachtete Stefan Weibel, der Leiter der Anlageberatung. Er war gleich mit sechs Beratern angerückt, um die rege Nachfrage „nach einer Privatschatulle im Ausland“ befriedigen zu können.

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