Neue Höchststände erwartet
Dax-Ausblick: Hoffen auf die Unternehmen

Quartalsbilanzen von Dax-Schwergewichten dürften an der Börse in der kommenden Woche für frischen Wind sorgen und den Aktienmarkt weiter antreiben.

HB FRANKFURT. Obwohl die Ölpreise in dieser Woche neue Rekorde erklommen und der Atomstreit mit dem Iran eskalierte, schaffte der Dax neue Jahreshöchststände. Der deutsche Leitindex legte rund drei Prozent zu. Am Freitag knackte er erstmals seit Juli 2001 die Marke von 6 100 Punkten. Nach einer vorübergehenden Schwächephase scheint der Dax also zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Äußerten technische Analysten kürzlich noch Befürchtungen, dem Markt könnte die Luft ausgehen, so haben sich derartige Sorgen verflüchtigt.

„Wir befinden uns zwar in einer relativ reifen Phase des Bullenmarktes, aber es gibt immer noch Leute, die von den jüngsten Kursanstiegen angelockt wurden und einsteigen, um daran teilzuhaben“, erklärt der Marktstratege Markus Reinwand von Helaba Trust die Entwicklung. Die psychologische Seite des Anlegerverhaltens betont Frank Schallenberger, Börsenexperte der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW): „Negative Meldungen wurden ignoriert, positive wurden gefeiert.“ Die neuen Impulse an den europäischen Aktienmärkten beruhen in erster Linie auf der Hoffnung, dass die amerikanische FED den Leitzins nur noch einmal auf fünf Prozent erhöhen könnte, erklären die Börsenspezialisten des Bankhauses Ellwanger & Geiger in ihrer „Marktmeinung aus Stuttgart“.

Die meisten Beobachter erwarten, dass es zunächst so weitergeht. Quartalsbilanzen von Dax-Schwergewichten dürften an der Börse in der kommenden Woche für frischen Wind sorgen und den Aktienmarkt weiter antreiben. „Mittelfristig sind neue Höchststände drin, die auch schon in der nächsten Woche kommen könnten“, prognostiziert Aktienstratege Roland Ziegler von der BHF-Bank. Die Ergebnisse der deutschen Unternehmen dürften die Anleger nach Ansicht von Börsianern zum Kauf anregen. „Das sollte den Dax unterstützen und ihn über der Marke von 6 000 Punkten halten.

Technische Analysten sehen dies ähnlich, allerdings mit etwas stärkerer Zurückhaltung. Zwar sei das Risiko einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation nicht mehr vorhanden, aber ein Kurspotenzial von mehr als 6.160 Punkten wollen die Experten der DZ Bank dem Dax nicht zubilligen. Zudem verweisen sie darauf, dass sich zwischen 6 110 bis 6 340 Widerstandsthemen auftun, die noch aus den Jahren 2000 bis 2001 resultieren.

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