Neue Indizes für den Späthandel
Start für neue Handelszeiten an der Börse

Der elektronische Xetra-Handel der Deutschen Börse schließt am heutigen Montag erstmals um 17.30 statt 20 Uhr. Das nehmen Händler mit Erleichterung auf.

HB FRANKFURT. Die Umsätze ab 17.30 Uhr seien dermaßen dünn gewesen, dass man als institutioneller Anleger kaum hätte agieren können, heißt es. Dennoch habe man präsent sein müssen, was für die Teilnehmer höhere Kosten zur Folge gehabt habe.

Der Frankfurter Parketthandel wird wie gewohnt bis 20 Uhr fortgesetzt, auch die Regionalbörsen werden der verkürzten Handelszeit nicht folgen. Um das Geschehen am Abend zu dokumentieren, werden neue Indizes eingeführt. So werden für den Späthandel nach dem offiziellen Sitzungsende neue Indizes eingeführt, die mit „L“ für „Late“ gekennzeichnet werden.

Mit der zweieinhalbstündigen Verkürzung der Handelszeit auf der elektronischen Xetra-Plattform, über die 94 Prozent aller deutschen Aktien gehandelt werden, passt sich die Deutsche Börse AG den größten europäischen Aktienmärkten an. Die Änderungen sollen zunächst für ein Jahr gelten. Nach sechs Monaten will der Börsenbetreiber überprüfen, ob an der Verkürzung fest gehalten wird.

Relevant für den Handel am folgenden Tag werden allerdings die Schlussstände von 17.30 Uhr sein. Die Late-Indizes sollten den Anlegern lediglich eine Orientierung bieten. Händler wiesen allerdings darauf hin, dass bei den üblicherweise geringen Umsätzen im späten Handel, die eigentlich der Hauptgrund für die Verkürzung der Handelszeit waren, erhebliche Umsatzschwankungen möglich sein können.

Selbst wenn eine Aktie im späten Handel stark zulege, sei nicht gesagt, dass die Anleger auf Xetra am nächsten Morgen diesem Trend folgen würden, sagten Marktteilnehmer. Möglicherweise würden aber im späten Geschäft die Umsätze noch weiter sinken als bisher, da der Handel über das Parkett teurer sei als über Xetra.

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