Neue Offerte soll am Dienstag in den Gläubigerausschuss der Kirch Media
Übernahmephantasie beflügelt Pro Sieben Sat.1-Aktie

Ein erneutes Kaufangebot des US-Milliardärs Haim Saban für ProSiebenSat.1 hat am Montagmorgen die Aktie der TV-Senderkette beflügelt. Das Papier verteuerte sich an der Börse um knapp fünf Prozent auf 7,30 Euro. Am Freitag hatte die Aktie den Börsenhandel bei 6,97 Euro beendet.

Reuters FRANKFURT. „Das neue Übernahmeangebot von Saban an ProSieben wird der Aktie wieder Kursphantasie verleihen“, sagte ein Händler. „Aber man muss sehr vorsichtig sein. Saban hat beim letzten Mal schon um jeden Cent gefeilscht und gepokert. Deshalb darf man sich als Aktionär erst einmal nicht zu viel versprechen.“

Reuters hatte aus verhandlungsnahen Kreisen erfahren, Saban werde im Rahmen des neuen Übernahmeangebotes wahrscheinlich nicht erneut versuchen, ein Abfindungsangebot für die restlichen ProSieben-Aktionäre zu umgehen, das nach deutschem Recht Pflicht ist und nur wenige Ausnahmen zulässt.

Unklarheit herrschte allerdings noch über den Preis. Nach früheren Angaben aus den Kreisen will Saban diesmal weniger als die vor Wochen gebotenen 7,50 Euro je Pro Sieben-Stammaktie zahlen. Das würden die Gläubigerbanken aber nicht akzeptieren, hieß es dazu in Kreisen der Kreditinstitute. Die neue Offerte für 72 Prozent der Stammaktien an der Senderfamilie soll am Dienstag dem Gläubigerausschuss der insolventen Pro Sieben-Muttergesellschaft Kirch Media präsentiert werden.

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