Neuer Aktienindex soll Kunden locken
Schweizer Börse will SMI abspecken

Die Schweizer Börse SWX baut ihre Aktienindizes um und will damit neue Investoren aus dem Ausland anlocken.

HB ZÜRICH. Am Montag startete der neue Swiss Leader Index (SLI) mit 30 Werten. Darunter sind neben den grossen Standardtiteln der Schweizer Börse auch mittelschwere Werte wie die Biotechnologie-Aktie Actelion oder der Logistik-Konzern Kühne & Nagel. Der Standardwerte-Index SMI hingegen soll am Donnerstag um sechs auf 20 Titel abgespeckt werden und sich damit auf die Schwergewichte im Schweizer Aktienmarkt konzentrieren.

Der Neuling SLI ist als so genannter gekappter Index konstruiert. Die vier gross kapitalisierten Werte Nestle, Novartis, Roche und UBS sind darin im Gegensatz zum SMI nicht mit ihrer tatsächlichen Börsenkapitalisierung gewichtet: Ihr Indexgewicht ist auf neun Prozent beschränkt. Damit will die SWX vor allem institutionelle Investoren aus dem Ausland gewinnen, die bislang wegen eines zu hohen Risikos nicht in den SMI investieren dürfen, da die vier großen Schweizer Aktien dort Indexgewichte von je mehr als zehn Prozent aufweisen. Auffällige Sprünge machte der neue Index am Montag noch nicht.

Spannender wird es wohl am Donnerstag werden, wenn klar ist, welche Titel aus dem SMI herausfallen. Die SMI-Zugehörigkeit ist von der Marktkapitalisierung und dem Handelsvolumen abhängig. Gemäss diesen Kriterien dürften laut einer Schätzung des Brokers Kepler Equities die Namenaktien von Swatch, Lonza, Ciba, Clariant und Givaudan nicht mehr in dem ab dem 24. September geltenden neuen SMI enthalten sein. Grundsätzlich ist es für eine Aktie aber günstig, Teil eines Index zu sein, da passiv gemanagte Fonds sich an einer bestimmten Indexzusammensetzung orientieren.

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