Neues Risikomanagement
China plant erstmals Stresstest

Können Chinas Wertpapierhändler einen Kurssturz verkraften? Um das zu herauszufinden, will die Börsenaufsicht laut Insider-Berichten ein Worst-Case-Szenario durchspielen. Ein Testlauf brachte bereits ein erstes Ergebnis.
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PekingChinas Wertpapierhändler sollen beweisen, dass sie mit einem abrupten Absturz der Börsen zurechtkommen würden. Laut interner Kreise plant die Börsenaufsicht erstmals einen Stresstest für die Handelsunternehmen in der Volksrepublik. Der Stresstest sei für das zweite Halbjahr 2011 angesetzt, einen ersten Testlauf habe es bereits gegeben. In einem Worst-Case-Szenario soll unter anderem ein steiler Kurssturz der Aktienmärkte oder eine plötzliche Liquiditäts-Knappheit im Finanzsektor simuliert werden.

Viele der mehr als 100 chinesischen Brokerfirmen - vor allem in kleineren Städten - gelten als kapitalschwach, 13 sind börsennotiert. Der Testlauf habe gezeigt, so interne Berichte, dass sechs von zehn Brokern Verluste schreiben würden, wenn der wichtige CSI300-Index etwa um ein Fünftel fallen würde.

Die chinesische Regulierungsbehörde CSRC versucht seit Jahren, das Risikomanagement im Finanzsektor zu verbessern. Ein CSRC-Sprecher war jedoch zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Analysten zufolge hatte die Branche die Börsenflaute zwischen 2001 und 2005 nur deshalb überstanden, weil sie damals nur begrenzten Zugang zu Fremdfinanzierungen oder Derivaten hatte. Heute ist das Risiko für die Wertpapierhändler größer, weil sie nun auch etwa mit Index-Futures handeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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