Öfter deutsche Beteiligung
Das M&A-Geschäft boomt

Der deutsche Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) hat im Jahr 2005 einen Boom erlebt wie zuletzt während der großen Börsenblase. Fast hätte es sogar zu einem Rekord gereicht.

FRANKFURT. Das Volumen der Transaktionen wuchs rasant von 64 Mrd. Dollar im Jahr 2004 auf knapp 105 Mrd. Dollar und lag damit nur knapp unter dem Rekordwert von 111 Mrd. Dollar aus dem Jahr 2000. Ähnlich sah es bei Aktienplatzierungen aus. Hier stieg das Volumen um gut 30 Prozent auf 33 Mrd. Dollar, ebenfalls der beste Wert seit dem Platzen der Aktienblase. Ein Allzeithoch erreichte das Volumen deutscher Anleiheemissionen mit knapp 459 Mrd.Dollar.

Für die Investmentbanker sind die Gründe für den neuen Boom klar: Nach Jahren der Einsparungen und Konsolidierung setzen die Unternehmensführer nun wieder auf Expansion. Sorgten in den vergangenen Jahren vor allem die Beteiligungsgesellschaften für Belebung am M&A-Markt, so sind jetzt auch die Unternehmen als Käufer zurückgekehrt. Beispielsweise kaufte Adidas den US-Konkurrenten Reebok für 3,1 Mrd. Euro. Auch in die lange Zeit von Stillstand geprägte Finanzlandschaft kam Bewegung. Die Commerzbank übernahm den Immobilien- und Staatsfinanzierer Eurohypo für 4,6 Mrd. Euro, und die Postbank sicherte sich den Zuschlag für den Baufinanzierer BHW.

Zusätzlichen Rückenwind bekam der M&A–Markt durch die robusten Aktienbörsen. Der Deutsche Aktienindex kletterte in den vergangenen zwölf Monaten um rund 27 Prozent. Das hob auch die Stimmung für Aktienplatzierungen. Mit dem Bezahlsender Premiere, dem Triebwerkhersteller MTU und der Baumarktkette Praktiker erlebte der deutsche Markt drei Börsengänge mit einem Volumen von mehr als 500 Mill. Euro.

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