Ölaktien treiben die Wall Street zu alter Stärke - Exxon Mobil führt Kursrally an – Höheres Wirtschaftswachstum stimmt Analysten optimistisch für US-Indizes
Der Dow hängt sie alle ab

In Europa und den USA verdienen die börsennotierten Unternehmen so viel wie noch nie. Auch Japan hat seine Durststrecke hinter sich. Der Dow Jones visiert bereits sein Rekordhoch an. Davon sind alle anderen großen Börsenplätze weit entfernt.

NEW YORK. „Amerika, Du hast es besser“, seufzte schon Johann Wolfgang von Goethe. Wer heute die Kursbarometer der Weltbörsen betrachtet, gelangt zum gleichen Urteil. Denn der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten US-Aktien nähert sich wieder seinem Allzeithoch von Anfang 2000. Das führende Kursbarometer der Wall Street notiert inzwischen weniger als zehn Prozent unter seinem damaligen Rekordstand. Davon sind Europas Börsen und vor allem der Deutsche Aktienindex (Dax) weit entfernt.

Allerdings hinkt der Vergleich. In Wahrheit liegt die Wertentwicklung in beiden Börsenregionen weniger weit auseinander. Denn in Euro gerechnet, hat sich der Dow-Jones-Index weitaus schlechter entwickelt. Wer als Europäer auf dem Höchststand in den US-Index investierte, käme erst nach einem währungsbereinigten Anstieg von 62 Prozent aus der Verlustzone heraus. Der Grund: Für europäische Anleger kommen zum Kursminus der US-Aktien noch die Währungsverluste durch den schwachen Dollar hinzu. „Die USA sind Europa weniger weit voraus, als die meisten Anleger denken“, erklärt Ajay Kapur, Chef-Anlagestratege der weltgrößten Bank Citigroup.

Unterm Strich schneidet der Dow-Jones-Index jedoch immer noch besser ab als der Dax. Auch im Vergleich zu anderen europäischen Kursbarometern hat der Dow die Nase vorn. Ein Grund liegt im unterschiedlichen Wachstumstempo in Europa und Amerika. Während die Europäische Zentralbank ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum kürzlich erneut senken musste, übertrafen die USA bislang die Erwartungen.

Entsprechend optimistisch setzen die US-Analysten ihre Gewinnerwartungen an. Für das laufende Quartal erwarten sie von den Unternehmen im breiten US-Aktienindex S&P 500 ein durchschnittliches Ertragsplus von 7,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2004. Das meldet der Finanzdatendienst Thomson Financial. Für den Dow-Jones-Index und den Dax liegen keine vergleichbaren Daten vor.

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