Ölpreis steht im Fokus
Wall Street hat Allzeithoch des Dow Jones im Blick

Die Anleger an der New Yorker Wall Street dürften ihr Augenmerk in der anstehenden Börsenwoche verstärkt auf die charttechnische Entwicklung des Dow Jones richten: Es gehe darum, ob der Index es schafft, nachhaltig sein Allzeithoch zu überschreiten, sagten Analysten.

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HB NEW YORK. "Interessanterweise deuten alle unsere technischen Signale nach oben", sagt Analyst Bruce Zaro von Delta Global Advisors. "Es sieht immer noch so aus, als ob die Richtung aufwärts sei." Ende der Woche kam der Index seinem Höchststand schon recht nah - am Freitag lag er zwischenzeitlich acht Punkte darunter, er schloss schließlich 0,34 Prozent im Minus bei 11.679 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,25 Prozent auf 1335 Zähler, der Technologie-Index Nasdaq sank um 0,51 Prozent auf 2258 Punkte.

Am Donnerstag hatte der Dow mit zwischenzeitlich 11.728 Punkten kurzzeitig gar seinen im Januar 2000 registrierten Rekord-Schlusskurs überflügelt. Im Wochenverlauf gewann er 1,47 Prozent, der S&P legte 1,59 Prozent zu. Damit machte er seinen höchsten Gewinn in einem dritten Quartal seit 1997 perfekt und gewann von Juli bis September 5,17 Prozent. Der Nasdaq legte im Wochenverlauf 1,78 Prozent zu.

Der jüngste unruhige Verlauf des Dow deutet Analysten zufolge darauf hin, dass der Index seine Grenzen noch testet. Um dauerhaft über das Allzeithoch zu steigen, bedürfe es noch einiger Arbeit, sagten die Experten. Anfang der Woche fehlt es zunächst an Impulsen von Unternehmensseite und der Makroökonomie, daher dürfte der Ölpreis die meiste Aufmerksamkeit erfahren. Am Freitag hielt sich der Preis je Barrel US-Leichtöl unter 63 Dollar und damit 20 Prozent niedriger als bei seinem Rekordstand im Juli.

Der Ölpreis dürfte auch deswegen im Fokus stehen, weil die Investoren die Kaufkraft der Verbraucher vor der anstehenden Weihnachtssaison abschätzen möchten, sagte Analyst Neil Wolfson von Wilmington Trust Investment Management. Je weniger die Verbraucher für Benzin und Heizöl ausgeben müssen, desto mehr haben sie für Konsumgüter übrig. Die Zeit vor dem Weihnachtsfest ist für den Einzelhandel traditionell die wichtigste im Jahr.

Zum Wochenausklang könnte die US-Regierung mit der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts für den Monat September Einfluss auf die Dow-Entwicklung geben. Von Reuters befragte Analysten rechnen damit, dass die Arbeitslosenquote unverändert bleibt bei 4,7 Prozent. "Die interessante Frage ist, was mit den Löhnen passiert und der Lohninflation", sagte Analyst Wolfson.

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