Parfümeriekette greift an
Douglas könnte aufs Parkett zurückkehren

Douglas hat über Jahre ein breites Portfolio aufgebaut und damit in den Augen vieler den Blick fürs Wesentliche verloren. Nun will sich die der Konzern entschlacken – und sich eventuell an die Börse zurücktrauen.
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FrankfurtDer Handelskonzern Douglas könnte schon bald wieder auf den Kurszettel zurückkehren. Man prüfe ergebnisoffen alle Optionen und hätte „nichts dagegen, an die Börse zurückzukehren“, sagte Vorstandschef Henning Kreke der „Westfalenpost“ (Samstagausgabe). Der Finanzinvestor Advent sei nur ein Partner auf Zeit und werde seine Anteile „zum Zeitpunkt X“ wieder verkaufen.

Advent hatte Douglas im vergangenen Jahr zusammen mit der Gründerfamilie Kreke von der Börse genommen. Reuters hatte schon Anfang Juli berichtet, dass ein Börsengang von Douglas Finanzkreisen zufolge schon in der ersten Jahreshälfte 2015 realistisch zu sein scheint, dann als reines Parfümerie-Unternehmen.

Douglas soll sich laut Kreke von einer europäischen zu einer globalen Marke entwickeln. „Das Potenzial dafür haben wir - egal, ob mit einem Finanzinvestor, mit einem strategischen Partner oder als börsennotiertes Unternehmen.“ Gleichzeitig verteidigte der Manager die Verkäufe von Tochterunternehmen wie der Uhren- und Schmucksparte Christ oder der Süßwarenkette Hussel als notwendig. Der Fokus von Douglas liege eindeutig im Parfümeriebereich. „Unsere Handelsformate brauchen Eigentümer, die unsere starken Marken fokussiert weiterentwickeln. Dies geht einzeln besser als unter dem Dach einer zentralen Holding.“ Die neuen Eigentümer könnten intensiv investieren. Douglas werde sich, falls möglich, wieder an Christ beteiligen und plane dies auch nach einem möglichen Verkauf der Buchhandelstochter Thalia.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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