Parlamentsentwurf
EU will Hochfrequenzhandel einschränken

Im EU-Parlament wurde ein „bedeutender Durchbruch“ bei der Regulierung des Hochfrequenzhandels erreicht, schreibt der federführende Abgeordnete Ferber. Die Finanzindustrie warnt vor steigenden Kosten und Instabilität.
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Das Europäische Parlament hat sich mit den Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten auf einen Entwurf zur Regulierung des Hochfrequenzhandels verständigt, wie der Verhandlungsführer der Volksvertretung bekanntgab.

„Das Team der Unterhändler hat einen bedeutenden Durchbruch zu diesem Thema erzielt”, schrieb der Abgeordnete Markus Ferber, der den Themenbereich federführend betreut, in einer Email. „Es mangelt an einer geeigneten Regulierung im Bereich des Hochfrequenzhandels. Darum war es höchste Zeit eine angemessene Lösung für dieses dringende Problem zu finden.”

Die vorläufige Einigung wurde zwischen Parlament und Vertretern Litauens erzielt, das derzeit die Ratspräsidentschaft der EU innehat. Der Entwurf sehe eine Mindestgröße für Preisschritte an den Finanzmärkten vor, was den Hochfrequenzhandel beträchtlich verlangsamen werde, sagte Ferber.

Der Hochfrequenzhandel mit Aktien rückte im Mai 2010 verstärkt in den Blickpunkt der Aufsichtsbehörden, als im sogenannten „Blitzcrash” der Dow Jones Industrial Average vorübergehend um fast 1000 Punkte absackte.

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  • Es sieht so aus, als würde die EU niemals schlauer werden. Wenn mehr reguliert wird, wandern die Hochfrequenzhändler einfach woanders hin.

    Viel sinvoller wäre es, mit den Händlern mal zu reden, ob man sich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen könnte. Beipielsweise könnte man verlangen, dass Quotes für eine gewisse Mindestzeit im System verbleiben müssen. Das würde der Liquidität helfen und nur solche Hochfrequenzhändler verscheuchen, die nichts zur nützlichen Liquidität beitragen.

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