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Tokio begrüßt die Citi

Der größte US-Finanzkonzern Citigroup hat am Montag an der Aktienbörse in Tokio ein starkes Debüt hingelegt. Trotz der kurz zuvor in New York bekanntgewordenen Milliardenabschreibungen und des Rücktritts von Charles Prince als Unternehmenschef, hat der Aktienkurs um 5,6 Prozent zugelegt.

fmk TOKIO. In Tokio debütierte tatsächlich die Citigroup-Muttergesellschaft, nicht die japanische Tochtergesellschaft. Hintergrund des Schritts ist die volle Übernahme des Anlagehauses Nikko Cordial: Am 29. Januar will die Citi das Institut über Tausch von Aktien im Wert von knapp 4,5 Mrd. Dollar erwerben.

Eine eigentlich geplante Pressekonferenz sagte die Citigroup Japan kurzfristig ab. Wegen der Sensationsnachrichten aus New York hätte sich das Interesse der Reporter vermutlich auf Fragen der Zukunft der Gruppe statt auf die Notierung in Tokio konzentriert. Doch der Chef der Citigroup Japan, Douglas Peterson, ließ mitteilen, das Listing in Tokio sei ein Bekenntnis zum japanischen Markt. „Japan ist ein wichtiger Teil unserer globalen Strategie“, so der Bankmanager. Die globale Strategie, der die Tokioter Notierung folgt, hatte jedoch noch Prince entworfen. Doch gerade sein Rücktritt könnte der Aktie zu ihrem starken Start verholfen haben. Der Markt habe die Ernennung von Ex-Finanzminsister Robert Rubin als Chairman der Citi honoriert, sagte ein Analyst. Die Anleger in Tokio hätten ihn für den richtigen Mann gehalten.

Die Aktie schloss am Montag im Premiumsegment der Tokyo Stock Exchange mit 4 550 Yen – ein Plus von umgerechnet rund 240 Yen gegenüber dem New Yorker Schlusskurs vom Freitag. Seit Beginn der US-Kreditmarktkrise ist die Citi-Aktie im Heimatmarkt um ein rundes Drittel gefallen. Dies hat auch Auswirkungen auf den geplanten Aktientausch: Die beiden Parteien haben ein unteres Preislimit von 37 Dollar vereinbart. Fällt der Citi-Preis noch tiefer, erhalten die Nikko-Aktionäre trotzdem nicht mehr Aktien.

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