Präsentation von BMW bekommt schlechte Noten – Fachleute rügen mangelnde Nutzerfreundlichkeit von Firmenauftritten
Schlechte Internet-Seiten verprellen Investoren

Mehrere Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) schrecken Investoren mit lückenhaften oder schwer zugänglichen Informationen im Internet ab. Das ergibt eine Untersuchung der Hamburger Beratungsgesellschaft Sirvaluse Consulting, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

KÖLN. So seien unter anderem die Internet-Seiten von BMW, Altana, Münchener Rück, Tui und SAP nicht benutzerfreundlich. Diese Unternehmen haben nach Angaben von Kommunikationsexperten somit ein Manko, wenn es darum geht, Investoren anzulocken und auf diese Weise langfristig Gewinn sowie Aktienkurs zu steigern. Gute Noten bekommen dagegen die Internet-Auftritte von Deutscher Post, Eon und Thyssen-Krupp.

Bei der Untersuchung der Internet-Darstellung der Dax-Firmen hat die Hamburger Beratungsfirma beleuchtet, wie nützlich die Informationen auf den Webseiten für Nutzer sind – etwa, ob Kurse ohne Zeitverzögerung (Real Time) geboten werden. Zweitens wurde die Benutzerfreundlichkeit geprüft und zum Beispiel untersucht, ob Informationen schnell aufzufinden sind.

Sirvaluse-Geschäftsführer Tim Bosenick sieht vor allem bei der Benutzerfreundlichkeit in vielen Fällen Nachholbedarf. BMW sei gegenüber der ersten Untersuchung vom Vorjahr unter anderem aufgrund seiner Schwächen in diesem Punkt in der Gesamtwertung auf den letzten Platz gefallen. „Das liegt vor allem an der Entscheidung des Konzerns, die IR- und Presseseiten von www.bmw.de auszugliedern. Jetzt sind diese Bereiche schlecht aufzufinden“, sagte Bosenick. Zudem habe der Nutzer das Problem, die verwendeten Anglizismen zu verstehen.

Ein positives Gegenbeispiel in puncto Benutzerfreundlichkeit biete Volkswagen. Die Navigation auf der Leitseite sei sehr gut. Auch die Suchfunktion auf der Linde-Homepage sei nutzerfreundlich. Dagegen fiel auch SAP den Beratern negativ auf: „Das Unternehmensprofil ist nur über die Suchfunktion zu erreichen“, kritisiert Bosenick. Auch auf der Henkel-Seite stehe der Nutzer auf verlorenem Posten: Wenn man die Suchfunktion auf der unteren Navigationsleiste gefunden habe und einen Begriff eingebe, liefere die Suche oft unverständliche Ergebnisse.

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