Private Equity
Investoren ziehen sich aus Immobilienmarkt zurück

23.000 Wohnungen wollen Private-Equity-Investoren dieses Jahr alleine in Deutschland verkaufen, einige Immobiliengesellschaften wollen über den Aktienmarkt Kasse machen. Hohe Renditechancen in anderen Bereichen locken.
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BerlinBei Private-Equity-Investoren wie Blackstone und Goldman Sachs steht derzeit in Deutschland der größten Wohnimmobilienbestand seit ihrem Markteintritt 2005 zum Verkauf – ein Anzeichen, dass die Preissteigerungen ihren Höhepunkt erreicht haben.

Insgesamt wollen Investoren sich von Wohnungen und Beteiligungen an Immobiliengesellschaften im Wert von mindestens fünf Milliarden Euro trennen, wie aus Unternehmensangaben und informierten Kreisen verlautet.

„Wir nutzen den attraktiven Markt um unser Portfolio zu bereinigen und neu zu positionieren”, sagt Olaf Claessen, Direktor Asset Management bei Round Hill Capital in London, die deutsche Wohnimmobilien im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro besitzt. „Wir sehen keinen dringende Notwendigkeit für einen Ausstieg, aber bestimmte Objekte haben an Wert gewonnen und könnten vernünftige Ausstiegs-Szenarien bieten.”

Drei Gesellschaften – Blackstone mit Sitz in New York, Lincoln Equities aus New Jersey und eine Sparte der Deutsche Bank – planen dieses Jahr den Verkauf von 23.000 Wohnungen, wie mit den Vorgängen vertraute Personen berichten. Blackstone will annähernd 8.000 Wohnungen in Berlin im Wert von 400 Millionen Euro veräußern, erklärten zwei mit den Plänen vertraute Personen im Februar.

Einige Immobiliengesellschaften wollen über den Aktienmarkt Kasse machen. Terra Firma dürfte zwischen 30 und 40 Prozent von der Deutschen Annington, dem nach Anzahl der Wohnungen größten Vermieter in Deutschland, über einen Börsengang auf den Markt bringen, erklärte Terra-Firma-Gründer Guy Hands im März in einem Interview. Innerhalb von zwei Jahren werde sich Terra Firma wahrscheinlich komplett aus der Gesellschaft zurückziehen, so Hands. Die zu Goldman gehörende Whitehall Street Real Estate erzielte im Januar mit dem Börsengang von LEG Immobilien einen Erlös von rund 1,3 Milliarden Euro.

Seit Private-Equity-Gesellschaften Anfang des vergangenen Jahrzehnts mit Investments in Deutschland begannen, hat sich der deutsche Markt für Wohnimmobilien verändert. Allerdings hatten die Investoren wie Blackstone und Goldman zunächst Schwierigkeiten, ihrem Anspruch gerecht zu werden, große Immobilienportfolios zu kaufen und dann die Mieten zu erhöhen oder die Wohnungen mit Gewinn an private Käufer zu veräußern.

Verzögerungen bei staatlichen Plänen zur Liberalisierung des Marktes und die Finanzkrise bremsten die Gewinne bis etwa 2009, als die Preise zu einer vierjährigen Aufwärtsbewegung ansetzten und die Zahl der Eigenheimbesitzer in Deutschland stieg.

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Die Gründe für die Verkäufe sind vielfältig

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  • Aktuell halte ich von Immobilien (Wohnungen) überhaupt nichts. Das Verhältnis von Anschaffungskosten und dem was zurückkommt stimmt hinten und vorne nicht. Ganz im Gegenteil: Viele Kleinanleger werden in naher Zukunft erkennen müssen, dass Wohnungen alles andere sind als eine sichere Geldanlage. Zum einen inflationieren die Betriebskosten immer stärken, die man eben nicht so einfach auf die Mieter umlegen kann. Einen guten Mieter zu finden, dass muss einem auch erst einmal gelingen. Und einen Überschuss an guten Handwerken kann ich auch nicht erkennen, was die Handwerkerpreise treibt und der Baupfusch lässt grüßen! Gleichzeitig gibt oft auch noch einen Instanhaltungsstau und Modernisierungen stehen in der Regel auch an. Kurzum um: Mir ist schleierhaft warum manche ihre paar tausend Euros in einen einzigen Vermögenswert stecken, den sie sich in der Regel gar nicht leisten können und der mit so vielen Risiken behaftet ist. Es gibt doch auch noch andere gute Vermögensarten, die sich auch nicht in Luft auf lösen. Auch dann nicht, wenn der Euro zusammenbricht. Zum Beispiel ein DAX ETF, kostet nichts und den gibts auch noch in 50 Jahren. Das dumme ist nur, der Deutsche Durchschnitts-Anleger kauft immer dann, wenn alles teuer ist und verkauft immer dann wenn alles im Keller ist. Wieso das so ist, habe ich bis heute nicht kapiert!

  • AKTIEN BEHALTEN und SO NURNOCH das Geldverdienen WOLLEN , WOLLTE MAMA KARSTADT AUCH !!! NUN IST ?

  • Beim Ranking der Preise sind wohl Grundstückspreise mit den Preisen je qm Wohnraum verwechselt worden (letztere dürften gemeint sein) ... 350 € für einen qm Grund in der Uckermark dürften ja wohl nicht günstig sein.

    Was die Investoren angeht: Wenn in Berlin 8.000 Wohnungen im Wert von 400 Mio. aufgerufen werden - dann sind das gerade mal 50.000 € je Wohneinheit. Somit mit ziemlicher Sicherheit weitgehend unsanierter Bestandsbau.

    Im Hinblick auf Energiewende, Energiesparwahn, Sanierungsverpflichtungen u.a.m. tun die Investoren gut daran, solche Objekte jetzt in der Hochzeit des Immobilienbooms loszuschlagen. Denn mit diesen Zukunftslasten vor Augen, schließt sich das Zeitfenster für einen rentablen Verkauf nämlich sehr schnell wieder!

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