Prognosen für die neue Börsenwoche
Dax-Ausblick: Bangen um US-Autoindustrie

Wohl und Wehe hängen beim Dax derzeit stark von der Krise der US-Autobauer ab – vor allem davon, ob an diesem Sonntag noch eine Lösung gefunden wird oder nicht. Ohne positive Nachrichten aus den Vereinigten Staaten sieht es für die weitere Entwicklung im deutschen Leitindex nicht gut aus. Und dann naht ja auch noch der Hexensabbat.

HB FRANKFURT. Der deutsche Aktienmarkt dürfte auch in der neuen Woche stark von der Krise der US-Autobauer und deren Auswirkungen beeinflusst werden. "Die Stimmung hat sich deutlich eingetrübt", sagte ein Aktienhändler nach dem vorläufigen Scheitern des Mrd.-Rettungsplans für die amerikanische Autoindustrie im US-Senat. Entscheidend sei, ob über das Wochenende eine Lösung für die angeschlagene US-Autoindustrie gefunden werde. Ohne positive Nachrichten von dieser Seite sei in der letzten vollständigen Handelswoche in diesem Jahr nicht mit deutlichen Anstieg für den Dax zu rechnen. Die Nachhaltigkeit eventueller Kursanstiege in der kommenden Woche sei ohnehin fraglich.

Auch die Landesbankberlin (LBB) rechnet damit, dass sich die starken Kursschwankungen in den kommenden Wochen fortsetzen. Mit der enormen Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung sowie den Fortgang der Finanzkrise sollte die Nervosität hoch bleiben und für einen holprigen Start ins neue Börsenjahr sorgen. Aus charttechnischer Perspektive würde sich erst bei einem Dax-Stand oberhalb von 5 300 Punkten eine nennenswerte Lageverbesserung ergeben. Saisonal nicht ungewöhnliche Kursbewegungen nach oben sollten nicht überbewertet werden. "Ein Unterschreiten der im Herbst markierten Tiefstände halten wir jedoch aus fundamentaler und technischer Sicht eher für möglich und raten Anlegern daher, weiter vorsichtig zu bleiben", hieß es.

Ähnlich verhalten äußerte sich ein Aktienhändler. Die aktuelle Schwächephase biete anders als häufig üblich für den Privatanleger nicht unbedingt verlockende Einstiegschancen. "Für einen Einstieg ist es noch zu früh."

Marktexperte Gerhard Schwarz von der Unicredit ist indes optimistischer. Auch wenn das wirtschaftliche Umfeld belastet bleibe und die Gewinnerwartungen noch deutlichen Korrekturbedarf aufwiesen, seien die Börsen in einer anhaltenden Stabilisierungs- und Erholungsphase, die sich im kommenden Jahr fortsetzen sollte. "Unsere Kernbotschaft lautet daher unverändert: Die Chancen am Aktienmarkt sind das Eingehen von Risiken wieder wert", so Schwarz. Allerdings gebe der gescheitere Rettungsplan für die US-Autobauer "bereits einen Vorgeschmack auf die in den nächsten Monaten noch zu verdauenden Belastungen".

Seite 1:

Dax-Ausblick: Bangen um US-Autoindustrie

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%