Quartalsberichte
Dax-Ausblick: Grünes Licht für Gewinne

Aktienstrategen sind derzeit sehr optimistisch. Den Dax sehen viele weiter im Aufwärtstrend. Deutsche Papiere gelten als günstig bewertet, der Ölpreis ist gesunken. Vieles werde nun davon abhängen, wie die aktuellen Quartalszahlen der Unternehmen ausfallen.

HB FRANKFURT. „Ich bin weiterhin optimistisch für den Dax“, sagt Hans-Jörg Naumer, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Fondsgesellschaft Dit. „Die Verfassung des Marktes ist gut, er hat Kraft und steckt negative Faktoren wie den Atomtest in Nordkorea ganz gut weg.“ Zudem setze sich am Markt die Einschätzung durch, dass sich die Wirtschaft in den USA eher langsam und nicht abrupt abschwäche.

Die Aktienexperten der Landesbank Berlin sehen auch im zuletzt deutlich gesunkenen Ölpreis einen Grund für die Kauflaune der Investoren. Anlageexperte Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg erklärt den Aufwärtsschub unter anderem mit der günstigen Bewertung und dem näher rückenden Jahresende. „Laut Börsenstatistik erfolgt der Startschuss für eine Jahresendrally meistens im Oktober.“ Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg ist ebenfalls zuversichtlich. Er räumt aber ein: „Eine Pause in der Aufwärtsbewegung wäre auch mal wünschenswert.“

Der Dax hat in dieser Woche bei knapp über 6 210 Punkten den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren erklommen und seit vergangenem Freitag ein halbes Prozent zugelegt. Seit Mitte September hat der Leitindex bereits rund sieben Prozent gewonnen und damit die Börsenweisheit vom September als schlechten Börsenmonat widerlegt. Aber nicht nur in Deutschland gibt es einen goldenen Oktober am Aktienmarkt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte zuletzt bei mehr als 12 000 Punkten den höchsten Stand in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte markiert.

„Aktienanleger befinden sich zur Zeit auf einem Glücks-Trip, getragen von nach wie vor viel Liquidität und bisher auch gut ausgefallenen Unternehmensquartalzahlen“, erklären die Börsenexperten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger die Entwicklung. Außer Acht bleib „die feststehende Konjunktureintrübung im Jahr 2007“. Ob die Erhöhung der Mehrwertsteuer auch die exportträchtigen deutschen Unternehmen trifft, bleibe abzuwarten. Die Beobachter sehe vor allem die Branchen Bau und Einzelhandel betroffen. „Aber dies scheint in diesen Tagen für den Anleger noch in weiter Ferne zu liegen“, schreiben die Analysten in ihrer aktuellen „Marktmeinung aus Stuttgart“.

Die Sentimentanalyse des Daytradebrokers ClickOptions ergibt hingegen keinen klaren Trend. Die Meinungen der Anleger über die kurzfristige Entwicklung des Index gingen weit auseinander. „Das Lager der Optimisten ist genau so groß wie das der Pessimisten“, erläutert ClickOptions-Sprecher Richard Ohl.

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